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Herisau: Mann auf offener Strasse erschossen

Ein 38-jähriger Grieche ist am Montagabend in Herisau auf offener Strasse erschossen worden.

Bei der Täterschaft handelt es sich vermutlich um zwei Männer, wie die Kantonspolizei Appenzell-Ausserrhoden am Dienstag mitteilte. Sie waren zunächst flüchtig.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei spielte sich die Tat wie folgt ab: Einer der beiden mutmasslichen Täter, bei denen es sich möglicherweise um albanische Staatsangehörige handelt, läutete am Montagabend an der Haustüre des in Herisau wohnhaften Griechen und lockte den Mann aus dem Haus unter dem Vorwand, dass dieser sein Auto umparkieren müsse. Der Grieche ging noch kurz in seine Wohnung hinauf, um seine Freundin zu informieren, bevor er das Haus verliess. Unweit davon wurde der Grieche auf einer leicht zurückversetzten Zufahrt zu Parkplätzen von den beiden Tätern niedergeschlagen und mit einer Schusswaffe schwer verletzt.

Die Polizei rückte ein erstes Mal aus, als um 21.39 Uhr in der Notrufzentrale der Kantonspolizei in Trogen die Meldung eingegangen war, dass zwei Männer mit Fäusten auf eine männliche Person einschlügen und ein Schuss wahrgenommen worden sei. Vor Ort fand die Polizei jedoch nichts. Etwa 20 Minuten später machte sich die Freundin des Griechen auf die Suche nach dem Mann und fand ihn schliesslich auf der Zufahrt zu den Parkplätzen schwer verletzt am Boden liegend. Er wurde mit der Ambulanz ins Spital eingeliefert, wo er eine Stunde später starb.

Die Polizei hat Hinweise darauf, dass es schon vor der Tat am Montagnachmittag zwischen den beiden Tätern und den Opfern in einem Geschäft in Herisau zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen war. Sie schliesst nicht aus, dass der Mann deshalb am Abend aus Rache unter einem Vorwand in einen Hinterhalt gelockt und dort umgebracht worden ist. (dapd)

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