Aktualisiert 26.09.2016 13:28

Prämien-AnstiegHerr Berset, was sagen Sie jetzt einer Familie?

Wieder steigen die Krankenkassenprämien: 2017 sind es 4,5 Prozent. Alain Berset rechnet im Interview nicht damit, dass sich die Lage bald ändert.

von
the/daw

Gesundheitsminister Alain Berset steht im Interview mit 20 Minuten Red und Antwort.

Die Krankenkassen-Prämien steigen nächstes Jahr um 4,5 Prozent. Gesundheitsminister Alain Berset begründet die erneute Verteuerung mit mehr und besseren Behandlungen, dadurch stiegen die Gesundheitskosten.

Berset macht keine falschen Hoffnungen

«Das ist eine Erhöhung, die für viele nicht einfach ist», sagt Berset im Video-Interview. Er sieht vor allem Bund, Kantone, Krankenversicherer und Ärzte in der Pflicht, nun die Kosten zu analysieren. Trotzdem glaubt er nicht, dass sich die Situation bald ändert: «Die Prämien, das muss man ehrlich sagen, werden weiter steigen.»

Dafür gebe es zwei Günde: die alternde Bevölkerung und den medizinischen Fortschritt, der bessere, aber auch teurere Behandlungen möglich mache. Und jeder wolle die beste Behandlung, wenn er selbst betroffen sei. Ansetzen will Berset nun bei den zu hohen Preisen für Generika und bei einer besseren Kostenkontrolle im ambulanten Bereich.

Der Anstieg fällt nicht in allen Kantonen gleich hoch aus. So zahlt man in sieben Kantonen (AG, BE, LU, SH, TG, ZG, ZH) im Schnitt weniger als 4 Prozent mehr. In elf Kantonen (AI, BL, FR, GE, GL, GR, JU, NE, SO, TI, VS) steigen die Standardprämien um über 5 Prozent. Besonders stark betroffen sind die Kinderprämien.

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