Bewegendes Hundeschicksal : Herrchen hat Hirntumor – Robi steht schon das zweite Mal auf der Strasse

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Bewegendes Hundeschicksal Herrchen hat Hirntumor – Robi steht schon das zweite Mal auf der Strasse

Kaum hatte der ehemalige Strassenhund ein liebevolles Daheim gefunden, wurde ihm sein Glück auch schon wieder entrissen. Sein Herrchen musste ihn schweren Herzens abgeben.

von
Dominique Dussling
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Der rumänische Streuner Robi sucht ein neues Zuhause, da sein erstes Herrchen erkrankte.

Der rumänische Streuner Robi sucht ein neues Zuhause, da sein erstes Herrchen erkrankte.

Kirsten Kiener
Er wurde als Welpe im Tierheim abgegeben. Der Mischlingsrüde wurde im Alter von acht Monaten an eine Familie in der Schweiz vermittelt. Doch dann der Schock: Bei seinem Besitzer wurde ein Hirntumor diagnostiziert.   

Er wurde als Welpe im Tierheim abgegeben. Der Mischlingsrüde wurde im Alter von acht Monaten an eine Familie in der Schweiz vermittelt. Doch dann der Schock: Bei seinem Besitzer wurde ein Hirntumor diagnostiziert.   

Kirsten Kiener
Robi konnte nicht bleiben. Sein Halter musste ihn abgeben. Jetzt sucht er ein neues Daheim.

Robi konnte nicht bleiben. Sein Halter musste ihn abgeben. Jetzt sucht er ein neues Daheim.

Kirsten Kiener

Darum geht es:

  • Hund Robi sucht dringend ein Zuhause – zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres. 

  • Nach einer Hirntumor-Diagnose war der Besitzer gezwungen, seinen Hund abzugeben.

  • Auf gleich drei Online-Plattformen ist Robi inseriert – bisher ohne jegliche Resonanz.

  • Die perfekte Halterin oder der perfekte Halter sollte sportlich, geduldig und gewillt sein, viel Zeit zu opfern.

Robert, kurz Robi, ist auf der Suche nach einem dauerhaften Zuhause – es wäre bereits das zweite in seinem kurzen Leben. Denn nach einem Schicksalsschlag steht der Mischlingsrüde wieder ohne Familie da. Die Suche nach einem neuen Daheim gestaltet sich äusserst schwierig. Seit letztem Monat ist Robi gleich auf drei Online-Plattformen inseriert – «leider bis dato ohne Resonanz», sagt Hundevermittlerin und Tierschützerin Kirsten Kiener.

Robi ist ein ehemaliger Schützling von Kiener. Sie arbeitet saisonal im Tierheim Casa Cainelui Rubio im ärmsten Teil von Rumänien. Streuner bekommen hier ein zweites Leben als Haustiere in der Schweiz und in Deutschland. «Robert wurde mit seiner Mutter und zwei Geschwistern bei uns ‹entsorgt›», erinnert sich die Tierschützerin aus dem Bernischen Arch. Der Welpe sei zu diesem Zeitpunkt noch von seiner Mutter gesäugt worden.

Im Tierheim wurde die Hundefamilie aufgepäppelt, gechipt und geimpft. Im Oktober 2021 durfte der acht Monate alte Rüde seine grosse Reise antreten. Gemeinsam mit Bruder Pievi und Mutter Clariss fand er einen Platz bei einer Schweizer Familie – das Glück schien perfekt.  

«Ich bekam vom Hundehalter einen Anruf»

Doch Ende Januar 2022 erhielt Kiener einen Anruf des Hundehalters. «Beim ihm wurde ein inoperabler Gehirntumor festgestellt. Gleichzeitig hat ihn seine Frau verlassen», erzählt die Vermittlerin. Gemeinsam wurde entschieden, zwei der drei Hunde neu zu platzieren. Weil Robi der ruhigste war, durfte er bleiben, um seinem todkranken Besitzer «nicht den letzten Überlebenswillen zu nehmen», wie Kiener erklärt. Der Sohn übernahm die Versorgung von Robi anstelle seines kranken Vaters, der zwischen Chemo und Klinikaufenthalten hin und her pendelt.

Allerdings habe sich sein Gesundheitszustand in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert, sodass auch Robi nicht mehr länger bei seinem Herrchen bleiben konnte. Der ehemalige Halter habe jetzt auch seinen letzten Schatz verloren. «Sein Herz ist gebrochen vor Trauer», fügt die Bernerin an. «Es ist eine menschliche und tierische Tragödie.»

Ideal wäre eine sportliche Familie

Umso intensiver sucht Kiener jetzt nach einem neuen Zuhause. Sie wäre sehr dankbar, wenn sich ein stabiles und liebevolles Daheim für den «entzückenden, agilen und verschmusten 16-monatigen Lausbub» fände, wie sie Robi beschreibt. «Aufgrund der letzten Wochen ist Robert aktuell verunsichert und überfordert. Er braucht eine liebe, geduldige Hand, die ihm das Leben zeigt.» Ideal wäre laut Kiener eine sportliche Familie ohne Kinder unter zwölf Jahren. Andere Hunde seien kein Problem, «aber er geniesst es, der Mittelpunkt zu sein». Zusätzlich müsse man sich mindestens zwei Wochen frei nehmen können, damit sich Robi eingewöhnen könne. Für die Vermittlung sei eine Schutzgebühr in Höhe von 600 Franken zu entrichten. Diese gehe vollumfänglich an den Animal Shelter in Rumänien.

Willst du Robi zu seinem Happy End verhelfen? Dann melde dich mit einem kurzen Beschrieb zu deiner Person unter casa-cainelui-rubio@gmx.net. 

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