Aktualisiert 07.01.2008 22:51

Herrscher McSorley erntet die Früchte seiner Arbeit

Servette als Zweiter überrascht durch seine Konstanz. Baumeister des Erfolges ist Chris McSorley (43).

Er ist der Headcoach, der Manager und der Klubbesitzer in einer Person. Chris McSorley dirigiert seine Adler mit eiserner Hand, und das mit Erfolg: In seiner siebten Saison mit Servette ist sein Team das einzige, das Leader SC Bern Paroli bieten kann. Der Kanadier, wegen seiner Wutausbrüche sowohl bei den Schiedsrichtern als auch beim Personal gefürchtet, ist zwar smart, aber auch mit allen Wassern gewaschen. Der passionierte Eishockey-Fachmann verfügt über ein exzellentes Netzwerk, das ihm ermöglicht, trotz limitiertem Budget starke Ausländer zu engagieren. Da blickt die Konkurrenz, etwa die aus Oerlikon, neidisch nach Genf.

Es sei bisher eine sehr gute Saison gewesen, sagt der Regent von der Rhône. «Aber wir haben dafür hart gearbeitet.» McSorley weist darauf hin, dass er seit Jahren «Schweizer Talente ausbildet, die nun zu Männern geworden sind». Früher sei er wegen seiner defensiv und körperbetont ausgerichteten Taktik kritisiert worden. «Mittlerweile sitzt das System der Pucksicherung. Die Anaheim Ducks holten mit dieser effizienten Spielweise den Stanley Cup.» Dass seine Spieler physisch und psychisch bereit sind, beweist der Fakt, dass sie in 10 von 11 Fällen mit Overtimes oder Shootouts siegten. McSorley hat Grosses vor: «Wir streben den Playoff-Final an, sofern wir kein Verletzungspech haben.»

fal

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