Aktualisiert 28.02.2014 11:04

Genauere Daten

Herzsensor frisch aus der 3-D-Druckerpresse

Ein neues Messinstrument soll exakte Informationen über den Gesundheitszustand des Herzens liefern. Der neue Sensor wurde mithilfe von 3-D-Drucktechnik erstellt.

von
sts
Projektleiter Igor Efimov möchte mit dem von ihm entwickelten Sensor in Zukunft Herzrhythmusstörungen beheben können.

Projektleiter Igor Efimov möchte mit dem von ihm entwickelten Sensor in Zukunft Herzrhythmusstörungen beheben können.

Wissenschaftler der Washington Unversity in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri haben einen Sensor entwickelt, der Herzerkrankungen frühzeitig erkennen soll. Das Messinstrument wird aussen ans Herz angelegt. Festgehalten werden unter anderem die Temperatur des Organs, mechanische Belastungen und der pH-Wert. Ausserdem erkennt der Sensor Herzrhythmusstörungen.

Zur Herstellung des Implantats nutzten die Forscher laut dem Blog Gizmodo einen 3-D-Drucker.

Die Bio-Mediziner mussten das Herz dafür zuerst mit einem Computertomografen oder einem Magnetresonanztomografen scannen. Anschliessend wurde eine 3-D-Datei des Herzens erstellt. Daraus konnte mithilfe eines 3-D-Druckers ein originalgetreues Modell des Blut pumpenden Organs gebaut werden. Basierend auf dieser Form entstand die Membran. In einem letzten Schritt galt es, die Sensoren anzubringen.

Heutige Geräte sind ungenau

«Jedes Herz hat eine andere Form», sagt Projektleiter Igor Efimov. Die bisher eingesetzten Geräte aber hätten eine Einheitsgrösse und würden sich überhaupt nicht den Patienten anpassen, bemängelte der Forscher. Aktuelle Diagnosegeräte für Herzrhythmusstörungen seien zudem nicht sehr exakt. Sie bestehen aus zwei Elektroden, die durch die Venen in die Herzkammern eingeführt werden, wie Efimov erklärt. Sie hätten dadurch lediglich an ein oder zwei Stellen Kontakt mit dem Gewebe, wodurch die Auflösung am Monitor gering sei. Die Wissenschaftler der Privatuniversität wollen ein System mit vielen Kontaktpunkten schaffen, das eine hochaufgelöste Diagnose ermöglicht.

Künftig könnte der Herzsensor nicht nur zur Diagnose eingesetzt werden, sondern den Muskel auch stimulieren. Dadurch sollen Herzrhythmusstörungen behoben werden, so Efimov.

Wie der Herzsensor aus dem 3-D-Drucker funktioniert, ist in folgendem Video zu sehen.

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