Herzstromgeräte für alle Zürcher Sommerbäder
Aktualisiert

Herzstromgeräte für alle Zürcher Sommerbäder

Die Stadtzürcher Badis sollen sicherer werden: Wenn am kommenden Sonntag die Sommerbäder öffnen, ist jede Anlage mit einem teuren Herzstromgerät ausgestattet.

«Von der kleinen Frauenbadi bis zum Strandbad Tiefenbrunnen haben wir alle 18 städtischen Anlagen mit Defibrillatoren ausgerüstet», sagt Hermann Schumacher, Chef der Zürcher Badis. Jedes der tragbaren Herzstromgeräte hat rund 5000 Franken gekostet – bei einem Herzstillstand sind sie aber unbezahlbar. «Der elektrische Impuls muss sofort gesetzt werden», weiss Marcel von Dach, ärztlicher Leiter bei Schutz und Rettung Zürich. Bis die Sanität mit dem Defibrillator eintreffe, würden oft entscheidende Minuten verstreichen. Von Dach schätzt, dass in rund 80 Prozent der Fällen jede Hilfe zu spät kommt.

Das Badepersonal wurde jedenfalls nicht nur für den notfallmässigen Einsatz mit dem Defibrillator geschult: Alle Angestellten müssen monatlich einen Rettungsparcours absolvieren. In der letzten Saison leistete das Badepersonal 32 lebensrettende Einsätze.

Alexandra Roder

Tiefenbrunnen mit Rollstuhl-Lift

Neben der erhöhten Sicherheit für die Badegäste hat das Sportamt gestern noch weitere Neuerungen der Saison bekannt gegeben. Der Kinderbereich des Strandbades Mythenquai wurde vollkommen neu gestaltet. Im Tiefenbrunnen ermöglichen neu ein Rollstuhl-Lift und eine Holztreppe gehbehinderten Gästen den Einstieg ins Wasser. Das Seebad Utoquai ist neu bei jedem Wetter und täglich ab 7 Uhr morgens geöffnet.

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