Kultur/Gastronomie: Heubüni-Betreiber gehen vor Bundesgericht

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Kultur/GastronomieHeubüni-Betreiber gehen vor Bundesgericht

Die Betreiber des Fest- und Kulturlokals Heubüni Ortschwaben in der Gemeinde Kirchlindach ziehen den Schliessungsentscheid des kantonalen Verwaltungsgerichts ans Bundesgericht weiter. Das gaben sie am Mittwoch auf Anfrage bekannt.

Ob der Weiterzug des Entscheids aufschiebende Wirkung habe, ob die Heubüni also weiterbetrieben werden könne, müsse nun das Bundesgericht entscheiden, sagte Hans Rüedi der Nachrichtenagentur SDA. Er führt das in einem Bauernhaus eingerichtete Lokal zusammen mit seiner Frau.

Zu seinen Beweggründen für den Weiterzug wollte sich Rüedi angesichts des laufenden Verfahrens nicht äussern.

Öffentliche Veranstaltungen seien in nächster Zeit nicht geplant. Doch lägen der Heubüni bis September 2010 für private Anlässe Buchungen vor, so Rüedi weiter.

Das kantonale Verwaltungsgericht entschied Anfang Juli, die Familie Rüedi habe kein zusätzliches Nebeneinkommen nötig. Deshalb sei ein gewerblicher Betrieb wie die Heubüni in dem in der Landwirtschaftszone gelegenen Bauernhaus rechtlich nicht zulässig.

Das Verwaltungsgericht folgte damit einer Beschwerde von Heubüni- Nachbarn gegen eine Ausnahmebewilligung des kantonalen Amts für Gemeinden und Raumordnung fürs Bauen ausserhalb der Bauzonen und gegen einen Gesamtbauentscheid des Berner Regierungsstatthalteramts. Es ging um den Umbau der früheren Heubühne im Bauernhaus zum Festlokal.

Selbst wenn Rüedis vor Bundesgericht scheitern sollten, besteht die Chance, dass sie den Betrieb dennoch weiterführen können. Der Kirchlindacher Gemeinderat wird dem Volk eine Umzonung des Geländes vorschlagen. Laut Vizegemeindepräsident Ernst Liechti kommt das Geschäft im November oder nächstes Jahr vors Volk. (sda)

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