Heuried: Quartierbewohner nach Post-Schliessung sauer
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Heuried: Quartierbewohner nach Post-Schliessung sauer

Trotz grossem Widerstand wurde die Post Heuried aufgehoben. Nicht nur die Schliessung verärgert Quartierbewohner, sie fühlen sich auch schlecht informiert.

Schon der Ärger über den Verlust der Poststelle war bei den Anwohnern gross. Trotz einer Petition mit über 4000 Unterschriften und der Intervention der Stadt Zürich in Bern wurde sie Ende September geschlossen.

Umso wütender sei er geworden, als er danach bemerkt habe, dass nicht einmal mehr der Briefkasten in Betrieb ist, sondern kurzerhand zugeschraubt worden ist, sagte ein Quartierbewohner zu 20 Minuten: «Und wer vor der geschlossenen Post steht, kann nirgends lesen, wo sich der nächste Briefkasten, die nächste Poststelle und der nächste Bancomat befinden.»

Man habe das Quartier vor der Schliessung mit einem Flyer informiert, und im Inneren der Post habe bis zur Schliessung ein Plakat auf die Aufhebung aufmerksam gemacht, rechtfertigt man sich bei der Post. Fehler räumt Post-Sprecher René Stucki aber ein: «Wir hätten am aufgehobenen Briefkasten natürlich Informationen darüber anbringen müssen, wo sich der nächste befindet.»

Das will die Post nun nachholen: «Wir werden am Dienstag bei der ehemaligen Poststelle alle nötigen Informationen für die Bevölkerung aushängen.»

Marco Lüssi

13 Stadtzürcher Poststellen weg

Die Post Heuried ist nur eine von 13 Poststellen in der Stadt Zürich, die geschlossen wurden: Zuletzt hatte es die Post Kalchbühl, Hirslanden, Fluntern und Friesenberg getroffen – die Zahl der Poststellen ist in den letzten Jahren

von früher 46 auf 33 gesunken. Mit der Schliessung der Post Heuried ist die Reduktion der Poststellen nun abgeschlossen. Ein weiterer Abbau sei in der Stadt Zürich nicht geplant, so die Post.

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