Aktualisiert 18.09.2018 18:40

Guillaume Hoarau«Heute bin ich einer der Big Boys»

YB muss heute bei Dinamo Zagreb ein Tor erzielen, um in die Champions League zu kommen. Einer hat schon Erfahrung mit dem kroatischen Serienmeister: Stürmer Guillaume Hoarau.

von
Moritz Marthaler
Guillaume Hoarau spielte 2012 schon mal in der Champions League gegen Dinamo Zagreb, damals in der Gruppenphase mit PSG.

Guillaume Hoarau spielte 2012 schon mal in der Champions League gegen Dinamo Zagreb, damals in der Gruppenphase mit PSG.

Keystone

Der Sehnsuchtsort von YB, er ist an diesem möglicherweise historischen Dienstagabend kein besonders schöner. Baufällig ist das Maksimir-Stadion in Zagreb, ein bisschen schief steht es in der Gegend, bröckelnd der Putz.

Und einer, der schon viele Arenen gesehen hat, schönere und bestimmt auch noch hässlichere, der freut sich ganz besonders auf das Playoff-Rückspiel der Young Boys heute gegen Dinamo Zagreb. «Das ist ein grosses Spiel, eine einzigartige Chance für uns», sagt Guillaume Hoarau.

Für ihn, den Weitgereisten, ist es auch eine Rückkehr. Seine bislang einzigen Einsätze in der Champions League absolvierte der Franzose 2012 gegen Dinamo, in der Gruppenphase mit PSG, je ein Viertelstündchen im Heim- und Auswärtsspiel.

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Die YB-Spieler bereiten sich im Abschlusstraining am Montag auf das Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Dinamo Zagreb vor.

Die YB-Spieler bereiten sich im Abschlusstraining am Montag auf das Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Dinamo Zagreb vor.

Keystone/Thomas Hodel
YB-Trainer Gerardo Seoane betont: «Wir müssen einfach spielen.»

YB-Trainer Gerardo Seoane betont: «Wir müssen einfach spielen.»

Keystone/Thomas Hodel
YB-Torjäger Guillaume Hoarau kann den Anpfiff kaum erwarten.

YB-Torjäger Guillaume Hoarau kann den Anpfiff kaum erwarten.

Keystone/Thomas Hodel

Zuhause erzielte Hoarau gar das 4:0, im Maksimir-Stadion, beim 2:0-Sieg der Pariser, zählte ein Tor von ihm nicht. «Das Spiel damals ist nicht zu vergleichen mit unserem heute», sagt Hoarau, «das jetzt ist viel wichtiger».

PSG zog damals überlegen in die nächste Runde ein und scheiterte erst im Viertelfinale an Barcelona. Hoarau musste sich hinter Ibrahimovic und Lavezzi mit der Rolle des Ergänzungsstürmers begnügen, im Januar 2013 zog er weiter nach China.

Damals ein Kind, heute ein «Big Boy»

«Sechs Jahre...», sagt Hoarau am Vorabend vor dem Spiel, «eine sehr lange Zeit.» Doch Hoarau wäre nicht Hoarau, der spitzbübische Entertainer, wenn er den nachdenklichen Erinnerungen nicht noch eine Pointe hinterherschicken würde.

«Wisst ihr, damals war ich doch noch ein Kind», sagt er und schmunzelt. «Und heute, heute bin ich einer von den Big Boys auf dem Platz.»

Der Spruch hat auch seine Ernsthaftigkeit. Trotz Gegentor im Hinspiel und dem damit verbundenen Druck, zu siegen, steigen die Young Boys mit breiter Brust in die Partie. Und vielleicht hält die Saison für sie noch mehr Sehnsuchtsorte bereit, als das marode Maksimir. Womöglich gar der pompöse Prinzenpark. Jener von Paris.

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Nicht glücklich, aber auch nicht am Boden zerstört: Kevin Mbabu bedankt sich bei den Fans für den Support.

Nicht glücklich, aber auch nicht am Boden zerstört: Kevin Mbabu bedankt sich bei den Fans für den Support.

kein Anbieter/Christian Pfander
Fulminanter Start: Kevin Mbabu trifft bereits in der zweiten Minute zum 1:0.

Fulminanter Start: Kevin Mbabu trifft bereits in der zweiten Minute zum 1:0.

kein Anbieter/Christian Pfander
Jubel bei YB nach dem Tor zum 1:0.

Jubel bei YB nach dem Tor zum 1:0.

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