Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde – Heute lässt der Meteor-Schauer der Quadrantiden den Nachthimmel funkeln
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Bis zu 120 Sternschnuppen pro StundeHeute lässt der Meteor-Schauer der Quadrantiden den Nachthimmel funkeln

In der Nacht auf den 4. Januar ziehen die Sternschnuppen der Quadrantiden an der Erde vorbei. Die winzigen, verglühenden Staubpartikel sorgen für ein intensives, aber kurzes Spektakel.

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Auf diesem Langzeitbelichtungs-Bild aus Qingdao sind die Bewegungen der Sternschnuppen gut zu sehen.

Auf diesem Langzeitbelichtungs-Bild aus Qingdao sind die Bewegungen der Sternschnuppen gut zu sehen.

Reuters
2019 waren besonders viele Meteore zu sehen.

2019 waren besonders viele Meteore zu sehen.

AFP
Die Sternschnuppen (ganz rechts im Bild) sind am besten am frühen Morgen zu sehen.

Die Sternschnuppen (ganz rechts im Bild) sind am besten am frühen Morgen zu sehen.

Wikipedia/ Brocken Inaglory/ CC BY-SA 3.0

Darum gehts

  • In der Nacht auf Dienstag fliegt der Sternschnuppen-Schauer der Quadrantiden an der Erde vorbei.

  • Dieser zählt zu den vier am besten sichtbaren Meteor-Schauern.

  • Allerdings sind die Sternschnuppen erst in der zweiten Nachthälfte gut zu sehen, wenn ihre Anzahl schon stark abgenommen hat.

Bei guten Sichtverhältnissen gibts heute ein natürliches, kostenfreies Feuerwerk zu sehen: In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar fliegen wie alle Jahre auch heuer wieder die Quadrantiden an der Erde vorbei. Diese zählen zu den vier aktivsten Sternschnuppenschwärmen überhaupt, die auf der Erde zu sehen sind.

Die Quadrantiden – benannt nach dem früheren Sternbild Mauerquadrant – sind winzige Staubpartikel, die laut Experten vom Asteroiden 2003 EH1 stammen. Dieser ist wiederum ein Überbleibsel eines viel grösseren Kometen, der auseinanderfiel – dabei entstanden auch die Quadrantiden. Der Radiant – also der scheinbare Herkunftsort der Himmelerscheinungen – liegt dabei in der Nähe des Deichselsterns des Grossen Wagens beim Rand des Sternbildes Bootes oder Bärenhüter, wie der Bayrische Rundfunk berichtet. Die Partikel verglühen dann in einer Höhe von rund 90 Kilometer über unserem Planeten.

Grosse Anzahl vs. gute Sichtbarkeit

Das jährliche Maximum der sichtbaren Sternschnuppen schwankt dabei stark – und ist nur wenige Stunden zu sehen. Bis zu 120 Schnuppen können dabei pro Stunde an der Erde vorbeifliegen. Seinen Höhepunkt erreicht der Meteor-Schauer um 21.40 MEZ, allerdings sind sie zu dieser Zeit noch schlecht sichtbar, weil der Radiant noch zu nahe am Horizont steht. Erst nach Mitternacht, wenn der Radiant hoch am Firmament steht, die Anzahl der Schnuppen aber schon relativ stark abgenommen hat, sind sie am nördlichen Nachthimmel am besten zu sehen. Dann hat ihre Menge aber auf höchstens 60 pro Stunde abgenommen.

Wer das Spektakel beobachten möchte, sollte einen Punkt einnehmen, am dem möglichst wenig Fremdlicht stört, etwa in den Bergen. «Suchen Sie sich am besten einen dunklen Ort fern der Lichter der Stadt und lassen Sie Ihren Augen mindestens 20 Minuten Zeit, sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen», verrät Astrophysiker Prof. Thomas W. Kraupe, Leiter des Planetariums Hamburg, in der «Bild»-Zeitung.

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(trx)

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