Aktualisiert 21.01.2016 14:42

Tennis-Wettskandal

Hewitt taucht auf der Liste der Verdächtigen auf

Er ist der bekannteste der 15 Namen, die im Zusammenhang mit dem Wettskandal genannt werden: Lleyton Hewitt war an mehreren verdächtigen Partien beteiligt.

Nun also kommen die ersten neuen Namen ins Spiel. BBC und Buzzfeed hatten in ihren Recherchen zu Manipulationen im Tennis von mehreren bekannten Spielern geschrieben, die in den vergangenen Jahren in Partien mit auffällig starken Quotenverschiebungen verwickelt gewesen sein sollen. Die Namen wurden zwar von den betreffenden Medien nicht genannt, dennoch sind sie inzwischen publik geworden.

Ein Blogger hat die Informationen von Buzzfeed mit den ATP-Resultaten abgeglichen – und einige prominente Namen zutage gefördert. Der bekannteste ist Lleyton Hewitt, ehemalige Nummer 1 und zweifacher Major-Sieger. Wie Sportdw.com berichtet, war der Australier in 15 Partien mit verdächtigen Quoten verstrickt, von denen er 13 verlor. Die Website hat nach dem Zufallsprinzip acht davon ausgewählt und eingehend analysiert, darunter auch zwei gegen Stan Wawrinka. Sie kommt zum Schluss: Es gibt keine Hinweise auf eine Manipulation, vielmehr gebe es andere Gründe für die starken Quotenverschiebungen während der Matchs.

Hewitt: «Ein Witz!»

In vier der acht Partien sei Hewitt beispielsweise nach langen Verletzungen zurückgekehrt, entsprechend schwierig sei sein Niveau einzuschätzen gewesen. Zudem könnten falsche oder fragliche Daten die Quoten beeinflussen – oder diese seien schlicht falsch berechnet und dann angepasst worden.

Hewitt selbst bezog nach seiner Niederlage gegen David Ferrer, die seine Karriere besiegelte, Stellung und sagte: «Das ist ein Witz! Ich weiss, dass mein Name nun genannt wird. Aber ich denke nicht, dass irgendjemand das glauben kann. Es ist völlig absurd.» Er wünsche jedem viel Glück, der nun bei ihm weitersuche.

Weiter auf der Liste befinden sich: Igor Andrejew (Russ), Lukas Lacko (Slk), Ivan Dodig (Kro), Andrei Golubew (Kas), Juan Ignacio Chela (Arg), Jan Hajek (Tsch), Albert Montañés (Sp), Daniel Gimeno-Traver (Sp), Janko Tipsarevic (Ser), Alex Bogomolov (USA), Matthew Ebden (Au), Denis Istomin (Usb), Teimuras Gabaschwili (Russ) und Michael Russell (USA). (20 Minuten)

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