Toni und Ribéry ermahnt: Heynckes gibt bereits die Richtung vor

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Toni und Ribéry ermahntHeynckes gibt bereits die Richtung vor

Jupp Heynckes hat am Dienstag sein erstes Training bei Bayern München geleitet. Der Klinsmann-Nachfolger hat bereits die ersten Stars gerügt und erklärt, was er beim Rekordmeister alles ändern will.

Kurz nach dem Mittagessen sprach Jupp Heynckes am Dienstag zum ersten Mal offiziell als neuer Bayern-Trainer zu den Medien. Als erstes erklärte der Nachfolger des entlassenen Jürgen Klinsmann, dass das «Ziel die direkte Qualifikation für die Champions League» sein müsse. Das heisst, im Minimum Platz zwei ist Plicht, ein allfälliger Titelgewinn wäre das Sahnehäubchen für den Retter in der Not.

Engagiertes erstes Training

Am Nachmittag folgte dann der erste Auftritt auf dem Trainingsplatz. Rund 600 Fans und zahlreiche Journalisten wollten die erste Einheit des neuen Bayern-Trainers miterleben. Heynckes notiert fleissig seine ersten Eindrücke auf einem Zettel, gibt Anweisungen, korrigiert, verbessert und wirkt nicht immer zufrieden mit dem Geschehen auf dem Platz.

Eines erkennt der aufmerksame Beobachter aber sofort: Es herrscht wieder Disziplin im Training - auch für die Superstars. Als Heynckes Ribéry und Toni bei einem Schwätzchen erwischt, klatscht der neue Zampano in die Hände und ruft den beiden ein lautes «Hey!» zu. Die beiden Kumpels reagieren verdutzt, gehorchen schliesslich aber ohne Widerrede.

Butt bleibt im Tor

Auch in Personalfragen hat sich der neue Trainer bereits festgelegt. Hans-Jörg Butt, der unter Klinsmann erst seit dem Champions-League-Spiel in Barcelona zum Einsatz kam, bleibt die Nummer 1 und Marc van Bommel wird weiterhin die Kapitänsbinde tragen. Und auch sonst weiss Heynckes offenbar, was zu tun ist: «Meine Aufgabe ist, dass die Spieler von den Fesseln befreit werden, wieder Spielfreude bekommen. Als ich das Spiel gegen Schalke sah, dachte ich: Das ist doch nicht der FC Bayern. Alle wirkten apathisch und paralysiert.»

Keine Meisterprämie

Eine Meisterprämie soll das neue Trainer-Duo Heynckes/Gerland übrigens nicht ausgehandelt haben. Manager Uli Hoeness hat aber bereits verlauten lassen, dass man nicht knausrig sein will, falls Heynckes die Bayern doch noch zum Meister machen sollte. «Wenn es am Ende ein Erfolg wird, so wird das sicherlich ordentlich honoriert», so Hoeness.

(pre)

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