Aktualisiert 23.06.2015 17:09

BelpmoosHickhack um umstrittene Südanflüge

Ein neues Anflugregime für den Flughafen Bern-Belp stösst bei den Airlines auf Widerstand. Beim Südanflug gehe es um Sicherheit, so die Flughafenbetreiberin Alpar.

Der Südanflug des Flughafens Bern-Belp ist umstritten.

Der Südanflug des Flughafens Bern-Belp ist umstritten.

Die Betreiberin des Flughafens Bern-Belp möchte ein neues Anflugregime einführen. Doch die Idee stiess auf Widerstand, namentlich bei Gemeinden und in der Privatfliegerei. Inzwischen steht auch die in Bern-Belp stationierte Fluggesellschaft Skywork den Plänen kritisch gegenüber.

Bei der Flughafenbetreiberin Alpar kommt das nicht gut an: «Wir können nicht nur an Skywork denken», kontert Flughafendirektor Mathias Häberli in einem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Dienstag. Die Kritik von Skywork hält Häberli für «nicht loyal gegenüber der Aviatikszene, nachdem wir diverse gemeinsame Gespräche mit Spezialisten hatten», wird der Flughafendirektor zitiert.

Sicherheit geht vor

Bei der Fliegerei komme die Sicherheit zuerst, sagt er weiter. Dazu sollte jede Fluggesellschaft stehen, auch wenn es Mehrkosten zur Folge habe. In Zukunft werde der neue Südanflug auch Skywork nützen, ist Häberli überzeugt.

Skywork-Chef Martin Inäbnit hatte gehofft, dass das neue Regime seiner Fluggesellschaft Vorteile bringt. Doch: «Unsere Probleme beim bestehenden Anflugregime werden mit dem neuen System nicht behoben, sondern verschärft», wird er in der «Berner Zeitung» zitiert.

Die Flughafenbetreiberin möchte ein neues Anflugregime mit satelliten- und GPS-gestützten Südanflügen einführen. Damit hofft die Alpar, die Flüge räumlich besser zu verteilen und den Flughafen flexibler und bei nicht optimalen Witterungsbedingungen besser erreichbar zu machen. Gegen das Vorhaben gingen einige hundert Einsprachen ein.

(SDA)

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