Nach 30 Minuten ausgebucht: Riesen-Run auf Corona-Impfung in Basel
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Nach 30 Minuten ausgebuchtRiesen-Run auf Corona-Impfung in Basel

Am Montagmorgen schaltete Basel-Stadt eine Online-Buchungsplattform für die Corona-Impfung auf. Alle verfügbaren 1900 Termine bis Ende Jahr waren in Nu weg. In Baselland geht es am 4. Januar los.

von
Lukas Hausendorf
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Am 28. Dezember geht es hier los: In den Räumlichkeiten der Messe Basel wird gerade das Impfzentrum für die Basler Bevölkerung aufgebaut.

Am 28. Dezember geht es hier los: In den Räumlichkeiten der Messe Basel wird gerade das Impfzentrum für die Basler Bevölkerung aufgebaut.

Claudio Thoma / freshfocus
Risikogruppen und Senioren kommen zuerst dran. 

Risikogruppen und Senioren kommen zuerst dran.

Samuel Schalch / Tages-Anzeiger
Am Montag hat der Kanton ein Buchungsportal für die Corona-Impfung aufgeschaltet.

Am Montag hat der Kanton ein Buchungsportal für die Corona-Impfung aufgeschaltet.

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Darum gehts

  • Einwohner von Basel-Stadt ab 65 Jahren können ab sofort online oder telefonisch einen Termin für die Covid-19-Impfung buchen.

  • Der Impfstart erfolgt am 28. Dezember, dann nimmt der Kanton sein Impfzentrum in der Messe in Betrieb.

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen werden separat von mobilen Teams geimpft.

Der Kanton Basel-Stadt hat am Montag eine Website aufgeschaltet, über die sich Termine für eine Corona-Impfung buchen lassen. Ein Zeitfenster lässt sich auch telefonisch über eine Infoline (0800 555 655) reservieren. In einer ersten Phase steht diese nur Personen aus Basel-Stadt offen, die 65 Jahre und älter sind und zu einer Risikogruppe gehören. Da nur ein begrenzte Anzahl Dosen des am Samstag zugelassenen Vakzins von Pfizer/Biontech verfügbar sein werden, brauche es eine Priorisierung, hiess es. Der Kanton orientiere sich hierbei an den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Die Nachfrage für die Corona-Impfung ist riesig. Die verfügbaren 1900 Termine für den 29., 29. und 30. Dezember waren innert 30 Minuten ausgebucht, teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Nachmittag mit. Die Infoline sei zeitweise überlastet gewesen. «Das grosse Interesse freut mich sehr. Die Impfung ist unsere Chance, das Coronavirus schrittweise hinter uns zu lassen», freut sich Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. Im neuen Jahr werden dann ab dem 4. Januar wieder neue Impftermine angeboten.

Der Impfstart erfolgt in Basel am 28. Dezember. Dieser Tage wird dafür ein Zentrum in den Räumlichkeiten der Messe Basel eingerichtet. Dieses wird durch das Unternehmen Meconex im Auftrag des Kantons betrieben. Die Basler Firma habe viel Erfahrung in der Durchführung von grossen Impfaktionen, heisst es in der Medienmitteilung des Kantons.

Wer sich impfen lassen möchte, muss vorgängig eine Einverständniserklärung ausfüllen und muss zum Termin Krankenkassenkarte und einen amtlichen Ausweis zu Identifikation mitbringen. Zudem wird dazu geraten, bei Fragen und Unsicherheiten bezüglich Kontraindikationen den eigenen Hausarzt zu konsultieren. Informationen dazu finden sich ebenfalls auf der Website.

Mobile Teams gehen in Altersheime

Bewohnende von Pflegeheimen werden indes separat durch mobile Equipen geimpft werden. Die Vorbereitungen hierzu seien bereits im Gange. Mobile Teams werden auch im Kanton Baselland ab dem 28. Dezember besonders vulnerable Personengruppen bedienen.

Die Allgemeinbevölkerung muss sich im Landkanton aber noch etwas länger gedulden. Das Baselbieter Impfzentrum Feldreben wird erst am 4. Januar betriebsbereit sein, wie der Kantonale Krisenstab am Montag mitteilte. Informationen zum Anmeldeprozedere und Ablauf folgen in den kommenden Tagen.

Wer darf geimpft werden?

In der ersten Phase sind in Basel-Stadt nur Personen berechtigt, die Covid-19-Impfung zu erhalten, die 65 Jahre oder älter sind. Zudem muss die Person ihren Wohnsitz in Basel-Stadt haben. Explizit aufgerufen sind aus dieser Altersgruppe auch sogenannte Risikopatienten, die an einer Immunschwäche leiden oder chronische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder eine Lungenkrankheit haben.

Wer am Termin Krankheitssymptome wie Fieber hat, wird nicht zur Impfung zugelassen. Auch schwere Allergien können zu einem Ausschluss führen. Bezüglich medizinischen Kontraindikationen sollte vorgängig ein Hausarzt konsultiert werden.

Für die Impfung sind zwei Dosen notwendig, die im Abstand von mindestens 21 Tagen verabreicht werden. Der zweite Termin wird beim ersten Termin im Impfzentrum festgelegt.

Wo und wann kann ich mich gegen Corona impfen?

Zur grossen Übersicht Corona-Impfungen nach Kanton, inkl. Details zu den Anmeldungen.

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