Astronomie: «Hier bist du» – Weltraum-Bilder zeigen uns inmitten von 2 Milliarden Sternen
Publiziert

Astronomie«Hier bist du» – Weltraum-Bilder zeigen uns inmitten von 2 Milliarden Sternen

Die europäische Raumfahrtbehörde (Esa) hat von der Sonde «Gaia» gesammelte Daten zur Milchstrasse veröffentlicht. Dabei entdeckte die Esa auch sogenannte «Sternenbeben».

1 / 9
Auf diesem Bild der Esa vom 13. Juni ist die Milchstrasse zu sehen. Grüngelb ist eine Ansammlung junger Sterne eingezeichnet. Der Pfeil mit der Aufschrift «You are here» zeigt an, wo sich unsere Sonne befindet.

Auf diesem Bild der Esa vom 13. Juni ist die Milchstrasse zu sehen. Grüngelb ist eine Ansammlung junger Sterne eingezeichnet. Der Pfeil mit der Aufschrift «You are here» zeigt an, wo sich unsere Sonne befindet.

AFP
Zudem hat die Esa zahlreiche Illustrationen mit Grafiken zu unserer «mulitdimensionalen Milchstrasse» veröffentlicht.

Zudem hat die Esa zahlreiche Illustrationen mit Grafiken zu unserer «mulitdimensionalen Milchstrasse» veröffentlicht.

AFP
Diese Grafik der Milchstrasse zeigt die «Radialgeschwindigkeit» der Galaxie, d. h. die Geschwindigkeit, mit der sich mehr als 30 Millionen Objekte in der Milchstrasse (hauptsächlich Sterne) auf uns zu oder von uns weg bewegen.

Diese Grafik der Milchstrasse zeigt die «Radialgeschwindigkeit» der Galaxie, d. h. die Geschwindigkeit, mit der sich mehr als 30 Millionen Objekte in der Milchstrasse (hauptsächlich Sterne) auf uns zu oder von uns weg bewegen.

AFP

Darum gehts

Die Europäische Raumfahrtagentur Esa hat weitere von der Sonde «Gaia» gesammelte Daten zu unserer Heimatgalaxie veröffentlicht. Es gebe «neue und verbesserte Details für fast zwei Milliarden Sterne in unserer Galaxie», teilte die Esa am Montag mit. Seit knapp zehn Jahren beobachtet das Weltraumobservatorium Gaia den Himmel und erfasst die Positionen aller für die Sonde sichtbaren Himmelsobjekte.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen unter anderem vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und vom Astronomischen Recheninstitut am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Ziel ist es, eine möglichst genaue und vollständige multidimensionale Karte der Milchstrasse zu erstellen.

Würdest du gerne einmal in den Weltall reisen?

Sterne wachsen, schrumpfen und beben 

Zu den überraschendsten Entdeckungen gehöre, dass Gaia sogenannte Sternenbeben nachweisen könne, die die Form der Sterne verändern, berichtete die Esa. Das seien «winzige Bewegungen auf der Oberfläche eines Sterns». «Gaia» habe bereits zuvor sogenannte radiale Schwingungen erkannt.

Diese lassen Sterne regelmässig anschwellen und schrumpfen, während sie ihre kugelförmige Gestalt beibehalten. Nun seien aber andere Schwingungen entdeckt worden, «die eher wie grosse Tsunamis wirken», hiess es. Sie veränderten lediglich die «globale Form» eines Sterns und seien deshalb nicht so leicht zu erkennen.

«Sternenbeben lehren uns eine Menge über die Sterne, insbesondere über ihr Innenleben», sagte Conny Aerts von der belgischen Universität KU Löwen (Leuven) laut Esa-Mitteilung.

Hier ist die Milchstrasse aus dem Cockpit einer Swiss-B777 zu sehen.

20min

My 20 Minuten

(dpa/fis)

Deine Meinung

22 Kommentare