Covid-Regeln in Nachbarländern - Hier brauchst du in den Ferien ein Impfzertifikat fürs Restaurant
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Covid-Regeln in NachbarländernHier brauchst du in den Ferien ein Impfzertifikat fürs Restaurant

Wer in Italien, Deutschland, Frankreich oder Österreich essen gehen oder ein Konzert besuchen will, muss wegen Corona einiges beachten. 20 Minuten zeigt dir, wie du dich vorbereiten kannst.

von
Fabian Pöschl
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Wer verreisen will, muss wegen Corona einiges beachten. Schon an der Grenze zu den Nachbarländern wird es kompliziert und auch im Restaurant gelten je nach Land spezielle Impf-Pass-Regeln.

Wer verreisen will, muss wegen Corona einiges beachten. Schon an der Grenze zu den Nachbarländern wird es kompliziert und auch im Restaurant gelten je nach Land spezielle Impf-Pass-Regeln.

AFP
Italien hat die Corona-Bestimmungen drastisch verschärft. Schweizer Reisende müssen am italienischen Zoll das Covid-Zertifikat vorzeigen.

Italien hat die Corona-Bestimmungen drastisch verschärft. Schweizer Reisende müssen am italienischen Zoll das Covid-Zertifikat vorzeigen.

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Das Zertifikat weist über eine Impfung, …

Das Zertifikat weist über eine Impfung, …

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Italien hat die Corona-Regeln verschärft.

  • Schweizer Einreisende brauchen den grünen Pass.

  • Auch in Frankreich gelten strenge Regeln, Österreich ist noch bis 15. August lockerer.

Italien verschärft im Kampf gegen Corona die Massnahmen drastisch. Seit Freitag ist der Nachweis der «drei G» für praktisch alle öffentlichen Innenräume Pflicht. Rein kommt nur, wer geimpft, getestet oder genesen ist. Wer gegen die Regeln verstösst, muss mit Strafen rechnen.

Schweizer Reisende müssen am italienischen Zoll das Covid-Zertifikat vorzeigen, wenn sie die Quarantäne vermeiden wollen. Der sogenannte «Grüne Pass» muss in englischer, italienischer, französischer oder spanischer Sprache verfasst sein und die vollständige Impfung, die erfolgte Genesung oder einen Test nachweisen. Dazu braucht es ein Lokalisierungsformular fürs Contact Tracing. Kinder unter sechs Jahren sind von den Bestimmungen ausgenommen.

Das Covid-Zertifikat

Das EU-Digital-Covid-Zertifikat ist in allen Ländern der EU und des Schengenraums gültig. Es gilt als Nachweis, dass eine Person:

  • seit mindestens 14 Tagen vollständig gegen Covid-19 geimpft ist,

  • bei einem Test negativ getestet wurde (PCR-Tests sind 72 Stunden gültig, Antigen-Schnelltests 48 Stunden)

  • oder von Covid-19 genesen ist.

In der Schweiz wird das Covid-Zertifikat nur bei Events oder im Ausgang benutzt. Andere Länder sind da schon viel strenger. So ist Italien nicht das einzige Nachbarland der Schweiz, das die Schrauben anzieht. So sieht es derzeit bei der Einreise in Deutschland, Frankreich und Österreich aus:

Deutschland

Wer aus der Schweiz ins nördliche Nachbarland will, braucht nichts zu unternehmen, wenn er kürzer als 24 Stunden dort bleibt. Wenn der Aufenthalt länger dauert, braucht es ebenfalls ein Covid-Zertifikat, das eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test ausweist. Der Test-Nachweis darf nicht älter als 48 Stunden oder bei PCR-Tests nicht älter als 72 Stunden sein. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren, Pendler, Pendlerinnen und Durchreisende. Bei Verstössen drohen Strafen bis 25’000 Euro.

Noch gilt keine Zertifikatspflicht wie in Italien für Restaurants. Die deutsche Regierung plant aber, dass es eine solche Pflicht ab Anfang oder Mitte September in Restaurants, Hotels und sämtlichen Veranstaltungen in Innenräumen geben soll.

Frankreich

Ähnlich wie in Deutschland sind derzeit die Einreiseregeln in Frankreich, wo ab zwölf Jahren ebenfalls ein Covid-Zertifikat nötig ist, oder ein maximal 72 Stunden alter Covid-Test oder ein Schnelltest. Bei den Doppelinjektionsimpfstoffen von Pfizer, Moderna und AstraZeneca muss die zweite Injektion mindestens sieben Tage her sein. Beim Einzelimpfstoff von Johnson & Johnson muss die Impfung vor vier Wochen erfolgt sein. Pendler, Pendlerinnen und Tagestouristen sind von den Regeln ausgenommen.

In Frankreich gibt es bereits eine Zertifikatspflicht in öffentlichen Bereichen wie im Kino oder an Konzerten, sobald mehr als 50 Personen zusammenkommen. Ab Montag gilt zudem, wie in Italien, eine Nachweispflicht für viele weitere Bereiche wie Restaurants oder Zugreisen im Fernverkehr. Selbst fürs Shoppingcenter braucht es dann einen Nachweis. Das bedeutet auch, dass Personen, die noch nicht geimpft sind oder noch nicht erfolgreich genesen sind, sich während der Frankreichferien um einen neuen Test bemühen müssen, wenn sie ins Kino wollen und der Test schon länger als 72 Stunden her ist.

Österreich

Die Einreise nach Österreich ist ebenfalls mit einem Nachweis der «drei G»-Regel erlaubt. Das negative PCR-Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein, bei einem Schnelltest sind 48 Stunden zugelassen. Noch kommt man mit einer Erstimpfung ins Land, die mindestens 21 Tage alt und maximal 270 Tage her ist. Ab dem 15. August ist aber eine vollständige Immunisierung mit zwei Injektionen Pflicht. Der Nachweis gilt ab dem Tag der zweiten Impfung. Kinder bis zwölf Jahren sind davon ausgenommen, in Wien ab sechs Jahren.

Im Land gilt die Zertifikatspflicht für die Clubs und Nachtgastronomie. Auch die Übernachtung in Hotels und auf Campingplätzen ist nur noch für Getestete, Geimpfte oder Genesene möglich. Kinder unter zwölf Jahren sind davon befreit.

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