08.04.2020 16:42

Gesperrte Ausflugsziele

Hier dürfen Sie zu Ostern gar nicht hin

Von Schaffhausen bis Lugano werden über Ostern zahlreiche Ausflugsziele gesperrt. Der Kanton Bern droht sogar mit Strassensperrungen.

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Angesichts der Coronavirus-Pandemie bleiben von von Karfreitag bis Ostermontag beliebte Ausflugsziele in der ganzen Schweiz geschlossen. Unter anderem die Promenade am Brienzersee.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie bleiben von von Karfreitag bis Ostermontag beliebte Ausflugsziele in der ganzen Schweiz geschlossen. Unter anderem die Promenade am Brienzersee.

Keystone/Sigi Tischler
Verschiedene Berner Gemeinden haben den Zugang an besonders exponierten Orten bereits eingeschränkt, so etwa die Zufahrt zum Bantiger bei Bern.

Verschiedene Berner Gemeinden haben den Zugang an besonders exponierten Orten bereits eingeschränkt, so etwa die Zufahrt zum Bantiger bei Bern.

Keystone/Peter Klaunzer
Am Bielersee schliessen die Behörden von Biel und Nidau vorsorglich alle öffentlichen Parkplätze in direkter Seenähe.

Am Bielersee schliessen die Behörden von Biel und Nidau vorsorglich alle öffentlichen Parkplätze in direkter Seenähe.

Keystone/Anthony Anex

Vom Munot in Schaffhausen bis zum Park Villa Castagnola in Lugano werden von Karfreitag bis Ostermontag beliebte Ausflugsziele aus Angst vor Menschenansammlungen angesichts der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Ein Überblick der gesperrten Zonen:

Brienzersee

Verschiedene Berner Gemeinden haben den Zugang an besonders exponierten Orten bereits eingeschränkt – so etwa die Uferstrasse entlang des Brienzersees.

Der Kanton Bern will bei grossem Personenaufkommen einzelne touristische Strassenabschnitte kurzfristig sperren.

Bantiger

Die Zufahrt zum Bantiger in der Gemeinde Bolligen bei Bern bleibt geschlossen.

Bielersee

Am Bielersee schliessen die Behörden von Biel und Nidau von Karfreitag bis Ostermontag vorsorglich alle öffentlichen Parkplätze in direkter Seenähe. Damit soll ein Massenandrang am Seeufer vermieden werden.

Murtensee

Auch in Murten FR hat die Gemeinde den beliebten Platz am See gesperrt.

Neuenburgersee

Die Stadt Yverdon-les-Bains VD schliesst wegen der Coronavirus-Krise ab Freitag den Zugang zu den Stränden am Neuenburgersee. Am vergangenen Wochenende gab es dort zu viele und zu grosse Menschenansammlungen.

Spaziergänge unter Einhaltung der vorgegebenen Abstände seien jedoch weiterhin möglich sein. Die Besucherzahlen an den Ufern des Neuenburgersees müssten jedoch verringert werden. Aus diesem Grund wird die Zahl der Parkplätze reduziert. Die geschlossenen Bereiche werden entsprechend ausgeschildert.

Alpstein

Die Behörden von Appenzell-Innerrhoden wollen den Zugang zu Parkplätzen in Wasserauen, Brülisau und Jakobsbad beschränken. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich zu viele Wanderer am Alpstein einfinden.

Munot

Die Stadt Schaffhausen schliesst ihr Wahrzeichen: Der Munot bleibt ab Donnerstag bis vorerst am 19. April geschlossen, wie der Munot-Verein bekannt gab. Mit der Schliessung will die Stadt verhindern, dass sich zu viele Menschen in diesem Ausflugsziel sammeln. So seien am vergangenen Wochenende Ausflügler gleich gruppenweise auf den Munot gereist, um zu picknicken.

Seebecken in Luzern

Der Luzerner Stadtrat befürchtet, dass an Ostern und in den anschliessenden Schulferien die Bevölkerung die Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie auf die leichte Schulter nehmen könnte. Mit Plakaten und Appellen versucht er, Menschenansammlungen zu verhindern. Bewährt hat sich gemäss der Stadt die Sperrung der Flanierzonen rund um das Seebecken.

Zürich

Der Zürcher Stadtrat hat sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung der Stadt, aber auch an jene in der Umgebung gewandt. Zürcherinnen und Zürcher sollen über Ostern zu Hause bleiben, Auswärtige nicht in die Stadt kommen, hiess es.

Die Stadtpolizei Zürich habe öffentliche Flächen gesperrt und interveniere, wenn sich zu viele Menschen an einem Ort aufhielten. «Die Polizei macht das nicht gern, sondern weil die Sicherheit aller jetzt wichtiger ist als die Lust einzelner», sagt Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) in der Videobotschaft.

Kanton Uri

Bereits früher zum Verzicht auf Osterreisen aufgerufen haben die Kantone Uri und Tessin. Viele Menschen aus der Deutschschweiz würden an Ostern in ihre Ferienhäuser im Südkanton reisen wollen, befürchten die Behörden. Darum sollen Reisende auf der Nord-Süd-Achse noch vor dem Gotthard-Strassentunnel dazu bewogen werden, ihre Fahrzeuge zu wenden und wieder die Rückfahrt nach Hause anzutreten.

Losone TI

Am Mittwoch teilten verschiedene Tessiner Gemeinden wie etwa Losone mit, dass sie Sperrungen wegen zahlreicher Verstosse gegen das sogenannte «Social Distancing» beschlossen haben.

Unter anderem hat Losone die beliebte Grünzone am Ufer der Maggia gesperrt. Diese gehört zu den meistfrequentierten der Region Locarno, wie die Gemeinde festhält. Zudem müssten Hunde ab sofort an der Leine geführt werden.

Lugano

Gemäss Informationen der Tessiner Stabsstelle haben weitere Gemeinden im Kanton Tessin in den letzten Tagen zu ähnlichen Massnahmen gegriffen. Unter anderem hat die Stadt Lugano einige seiner beliebtesten Spazierzonen geschlossen, darunter den Park Villa Castagnola und die Lanchetta. (kle/sda)

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