Aktualisiert 17.04.2018 14:29

Flugsimulatoren in Riehen BSHier fliegen Sie gleich selber an Ihr Traumziel

Drei Aviatik-Fans haben zwei bewegliche Simulatoren entwickelt, in denen Flüge realistisch nachgestellt und geprobt werden können – mit allen Freuden und Tücken des Fliegens.

von
lb

Das Flyfsx-Team zeigt seinen Flugsimulator. Wir haben ihn ausprobiert. (Video: lb)

Zwei bewegliche Flugsimulatoren stehen seit kurzem im Rüchligweg 55 in Riehen. In den Maschinen von Flyfsx, einem Projekt der Firma Binary-Cube, können Piloten trainieren oder Laien einen aktiven Einblick ins Cockpit erhalten. «Wir können alle Flugzeuge mit dem Simulator abbilden, das ist das Tolle», schwärmt Geschäftsführer Hanspeter Thäler, der zusammen mit Andrew Jancer die Software und das Design der Simulatoren entwickelt hat.

«Unsere Flugsimulatoren sind alles andere als Spielzeuge», so Marcel Gass, der den Simulator zusammengebaut hat und die Hardware unterhält. Nicht nur die Maschinen selbst, auch unterschiedlichste Szenarien könnten nachgestellt werden – von der Flugroute bis zum Wetter.

Sowohl für Kinder als auch für Führungskräfte

Das Flyfsx-Team, das sich aus Piloten und anderen Flugbegeisterten zusammensetzt, zielt auf ein breites Publikum ab. Am Einsitzer könnten sich schon Kinder als Piloten versuchen, sagt Thäler. Der grosse Zweisitzer eigne sich hingegen auch für Stress-Management-Übungen, weil neben der komplexen Bedienung der Maschine auch der Funkverkehr hinzukäme.

«Pilot und Copilot müssen sich aufeinander verlassen können und ein eingespieltes Team bilden, um unterschiedlichste Situationen zu meistern», erklärt Thäler. «Die Kompetenzen können im Cockpit trainiert und dann auf andere Lebenslagen übertragen werden», sagt er.

«Die Umgebung verschwindet – der Flug wird zur Realität»

«Wir haben uns vor zehn Jahren kennengelernt und gemerkt, dass wir alle Flugsimulator-angefressen sind», so Jancer über die Entstehung des Traums vom eigenen Flugsimulator.

Für den Zweisitzer-Simulator haben die drei Flugbegeisterten eine Kabine gebaut. «Es soll sich anfühlen, als ob man wirklich in einem Cockpit sitzt», sagt Thäler.

«Wenn die Umgebung verschwindet und der Flug zur Realität wird – das ist das Schönste», beschreibt Jancer das Gefühl, das man beim Fliegen der Simulatoren hat. Starts, Landungen und auch Abstürze können in den Simulatoren erlebt werden.

Verschiedene Events geplant

Im Moment stehe die öffentliche Nutzung noch am Anfang, doch es gebe schon zahlreiche Anfragen sowohl von Gruppen als auch von Einzelpersonen, so Thäler. Wichtig sei ihm auch, dass die Flugeinlagen im Gegensatz zu anderen Simulatoren bezahlbar sind. So kann für 30 Franken bereits eine Viertelstunde gebucht werden.

Am 1. Mai steht ein Flugtag an, an dem zahlreiche Destinationen angeflogen und unterschiedliche Szenarien durchgespielt werden können. In Verbindung mit dem Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft steht ausserdem ein Event an, bei dem die Spiele verfolgt können und zwischendurch geflogen werden kann.

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