Australier bleibt cool: Hier geht Webbers Bolide in Flammen auf
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Australier bleibt coolHier geht Webbers Bolide in Flammen auf

Beim GP von Südkorea brennt plötzlich Mark Webbers Red Bull lichterloh. Statt sich sofort in Sicherheit zu bringen, will der Australier den Brand zunächst selbst löschen.

von
pre

Der Formel-1-GP von Südkorea verlief nur hinter Start-Ziel-Sieger Sebastian Vettel spektakulär. Wegen eines Reifenschades an Sergio Perez' McLaren musste der Safety-Car kurz nach Rennhälfte zum ersten Mal auf die Strecke. Kaum war das Rennen wieder freigegeben, ging Mark Webbers Red Bull in Flammen auf.

«Das Feuer ist ziemlich schnell ziemlich heftig geworden, glücklicherweise waren die Marshalls nicht weit weg», sagte Webber zum Zwischenfalls. Dafür, dass die Flammen ihm bedrohlich nahe kamen, blieb der Australier erstaunlich gelassen im Auto sitzen. «Wie cool der Mark Webber da ausgestiegen ist - keine Panik», staunt Sky-Experte Marc Surer. «Ein junger Fahrer hätte geschrien und nach einem Feuerlöscher gerufen. Aber Mark steigt ganz ruhig aus. Das war schon cool von ihm.»

Webber wollte Brand selbst löschen

Webber gibt nach dem Rennen den coolen Hund. «Ich habe versucht, das Feuer selbst zu löschen, weil ich einen Feuerlöscher im Auto habe. Ich habe ja eh einen Overall an», lachte er in die Kameras. Doch zu diesem Zeitpunkt war dem Australier eigentlich nicht mehr zum Lachen zu Mute. Seine starke Fahrt war nach einem Plattfuss schon frühzeitig wieder zunichte gemacht worden, als er Trümmerteile von Perez' Reifen aufsammelte. «Das hat unser Rennen zerstört», ärgerte er sich.

Am Ursprung des Brandes seines Roten Bullen stand aber wohl der Rempler von Adrian Sutil im Force India. Christian Horner zog als Ursache für den Brand einen nach dem Aufprall geplatzten Ölschlauch in Betracht. Webber hingegen glaubt, dass das Energie-Rückgewinnungs-System KERS Feuer gefangen habe. Noch ist die genaue Brandursache unklar.

Feuerwehr-Aktion mit Rennleitung abgesprochen

Die Feuerwehrleute sorgten ungewollt für weitere Aufregung. Noch bevor der Safety-Car ein zweites Mal ausgerückt war, hatten sie sich in einem Auto auf den Weg zum brennenden Red Bull gemacht. Die Aktion schien vorerst ein Risiko darzustellen, war aber mit der Rennleitung abgesprochen.

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