19.06.2019 19:48

«Aggressiv und gefährlich»

Hier gibt es in der Schweiz am meisten Tigermücken

Die Tigermücke breitet sich seit 2003 in der Schweiz aus. Eine Karte zeigt die wichtigsten Fundorte der als aggressiv geltenden Mücke.

von
red
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Hier sieht man die schweizweit wichtigsten Fundorte der asiatischen Tigermücke.

Hier sieht man die schweizweit wichtigsten Fundorte der asiatischen Tigermücke.

Die Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf.Sie gilt als aggressiv und als potenzieller Krankheitsüberträger.

Die Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf.Sie gilt als aggressiv und als potenzieller Krankheitsüberträger.

James Gathany
Auch die Behörden der beiden Basel warnen vor der aus Asien eingeschleppten Mücke.

Auch die Behörden der beiden Basel warnen vor der aus Asien eingeschleppten Mücke.

Kantonales Laboratorium BS, Amt für Umweltschutz und Energie BL

Sie gilt als aggressiv und als potenzieller Krankheitsüberträger: die Asiatische Tigermücke. Besonders gefährlich wird es, wenn die Mücken bereits infiziert sind und beim Saugen Krankheitserreger wie etwa die Viren des Dengue- und Chikungunya-Fiebers übertragen. In den vergangenen Jahren kamen solche Fälle mehrmals in Europa vor.

In der Schweiz wurde sie erstmals 2003 im Kanton Tessin nachgewiesen. Den Grund für ihr Aufkommen sehen die Experten im globalen Handel und internationalen Reiseverkehr – die Mücke wird immer häufiger eingeschleppt.

Schweizweit Fallen aufgestellt

Wie es in einem Bericht der Redaktion Tamedia heisst, hat das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) seit 2013 schweizweit Fallen entlang der Hauptverkehrsachsen aufgestellt.

2017 führten sie insgesamt an 36 Standorten Untersuchungen durch und kontrollierten diese von Juni bis September alle zwei Wochen systematisch. Wie es sich herausstellte, ist die Situation in der Nähe beim Zoll in Basel nahe der französischen Grenze besonders prekär.

In der Deutschschweiz sind neben Basel die Autobahnraststätten A2 Neuenkirch und A2 Pratteln neuralgische Punkte, weil dort ebenfalls wiederholt Tigermücken in Folge entdeckt wurden. Sie wurden via Gotthard als blinde Passagiere mitgebracht.

In den letzten Jahren traten auch beim Carparkplatz beim Hauptbahnhof Zürich immer wieder Tigermücken auf, die mit Reisebussen aus dem Süden ankamen. Und auch in Graubünden scheint sich die invasive Art mittlerweile gut zu entwickeln.

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