11.05.2017 05:50

Preis ausgeschlagenHier hätte die Gewinnerin einziehen können

Die glückliche Gewinnerin eines Wettbewerbs hätte künftig im Haus der Simpsons wohnen können. Sie will aber lieber die Barauszahlung.

von
Meret Steiger
1 / 16
Das ist es: Das Haus der Simpsons an der Evergreen Terrace 742 in einem nicht genauer definierten Springfield. Die gelbe Familie soll dabei in vielen Bereichen den amerikanischen Durchschnitt widerspiegeln.

Das ist es: Das Haus der Simpsons an der Evergreen Terrace 742 in einem nicht genauer definierten Springfield. Die gelbe Familie soll dabei in vielen Bereichen den amerikanischen Durchschnitt widerspiegeln.

curbed
Und so sieht die Nachbildung in Nevada aus. Sehen Sie die Büsche? Sogar die wurden ganz nach Vorlage gepflanzt.

Und so sieht die Nachbildung in Nevada aus. Sehen Sie die Büsche? Sogar die wurden ganz nach Vorlage gepflanzt.

curbed
Auch Homers fliederfarbenes Auto steht direkt vor dem Garagentor, vor dem sich in der Startsequenz jeweils dramatische Szenen abspielen.

Auch Homers fliederfarbenes Auto steht direkt vor dem Garagentor, vor dem sich in der Startsequenz jeweils dramatische Szenen abspielen.

curbed

Eine Nachbildung des wohl berühmtesten Hauses in der Geschichte animierter Fernsehserien wurde 1997 als Teil einer Verlosung gebaut. Die Gewinnerin entschied sich jedoch gegen das Haus – und für einen Ersatz-Preis von 75'000 Dollar.

So nah wie möglich an der Serie

Die Simpsons laufen bereits seit 28 Jahren und sind damit die erfolgreichste Zeichentrickserie aller Zeiten. Die gelbe Familie hat eine Fangemeinde, die weltweit ihresgleichen sucht. Kein Wunder, werden Elemente aus der Serie nun auch in der Realität zum Leben erweckt.

So beispielsweise das Haus der Simpsons: 1997 wurde es in Nevada gebaut, so nahe wie möglich am Original. Angeblich hat das Architektenteam von Kaufman and Broad Home Construction vor dem Bau über 100 Episoden studiert, um eine möglichst detailgetreue Nachbildung zu bauen.

Animierte Welten folgen anderen Regeln

Das war nicht ganz einfach: Zwar gibt es für das Haus der Simpsons einen Grundriss, je nach Bedarf wird dieser aber angepasst. Wenn es für eine Episode einen zusätzlichen Raum braucht, dann erscheint der – meistens über der Garage. Auch das Fenster zum Garten hat sich im Lauf der über 600 Episoden verändert.

Das Interieur ist zwar, wie viele andere Elemente der Serie, zu Beginn jeder Folge wieder genau gleich, ändert sich aber auch je nach Saison oder Storyverlauf. Die Macher mussten sich also für eine gemeinsame Variante des Hauses entscheiden. Schliesslich entstand das Simpsons-Haus für 120'000 Dollar in 49 Tagen Arbeit. Während dieser Zeit wurde nicht nur das Haus fertiggestellt, sondern auch Barts Baumhaus.

Komplett mit Maiskolben-Vorhängen

Das Haus hat vier Schlafzimmer und etwas mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche. Es steht in Henderson, Nevada und beim Bau wurde viel Wert auf Details gelegt: Von der grauen Auffahrt über die orange Tür bis zu den Büschen neben dem Eingang haben sich die Architekten an die Serie gehalten.

Drinnen erwarten den Besucher sogar die klassischen Maiskolben-Vorhänge, die auch Marge in der Küche hat. Und natürlich darf das rote Sofa nicht fehlen: Es ist nicht nur Hauptakteur der Startsequenz (die auf Englisch immerhin sogar The Couch Gag heisst), sondern kommt auch in jeder Folge mehrfach vor – meistens, wenn Homer darauf sein Duff-Bier trinkt.

Wettbewerb von Pepsi und Cola – mit unzufriedener Siegerin

Für Sie wäre es ein Traum, einmal auf dem roten Sofa unter dem Segelbootbild zu sitzen? Für die Gewinnerin des Hauses, Barbara Howard aus Richmond, war es das nicht. Die 13-fache Grossmutter machte regelmässig bei Gewinnspielen mit – dass sie bei diesem ein ganzes Haus gewinnen würde, war ihr schlicht nicht klar.

Für Barbara Howard war das Haus schlicht zu weit weg. Sie entschied sich deswegen für eine Barauszahlung und gewann so anstatt eines einzigartigen Hauses einen Cash-Preis von 75'000 Dollar.

Das Haus wurde nur wenige Jahre später wieder umgebaut und renoviert, um es auf dem normalen Immobilienmarkt verkaufen zu können. Heute ist nur noch an kleinen Details zu erkennen, was für ein Haus sich hinter der grauen Fassade einst versteckte. Oder was denken Sie, wie das Porträt von Homer Simpson in den Betonweg kam...?

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.