Beste Pizza Schweiz: Hier gibts die beste neapolitanischen Pizza zwischen Zürich und Genf
Fluffiger Teig, frische Zutaten: Es gibt noch nicht so viele Pizzerien in der Schweiz, die neapolitanische Pizzas anbieten.

Fluffiger Teig, frische Zutaten: Es gibt noch nicht so viele Pizzerien in der Schweiz, die neapolitanische Pizzas anbieten.

Unsplash / Louis Hansel
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von Zürich bis GenfHier isst du die beste neapolitanische Pizza der Schweiz

Du brauchst nicht dringend nach Italien zu reisen, damit du eine richtig feine neapolitanische Pizza geniessen kannst. Diese Schweizer Pizzerien servieren genauso feine Kreationen mit fluffigem Rand.

von
Sonja Siegenthaler

Ein wulstiger Rand mit Blasen und teilweise schwarzen Flecken, gegen innen hin wird der Teig weich und feucht, belegt ist sie mit wenigen, aber qualitativen Zutaten: So wird die Pizza napoletana an ihrem Ursprungsortder Name verrät es bereits – Neapel gegessen. Aber auch in der Schweiz gibt es inzwischen einige Lokale, die sich dem neapolitanischen Backwerk verschrieben haben.

Die neapolitanische Pizza unterscheidet sich vor allem durch den Teig von den anderen Kreationen: Er ist weich, leicht elastisch und sehr luftig. Für diese Konsistenz ruht er besonders langeje nach Pizzeria zwischen 24 und 48, bei manchen sogar bis zu 90 Stunden. Während dieser Zeit wandelt die Hefe die Stärke des Mehls etwa in Kohlendioxid um.

Neapolitanische Pizza besticht durch Einfachheit: Nebst Hefe und Mehl finden sich nur noch Wasser und Salz im Teig. 

Neapolitanische Pizza besticht durch Einfachheit: Nebst Hefe und Mehl finden sich nur noch Wasser und Salz im Teig.

Unsplash / Artur Rutkowski

Gebacken wird die Pizza dafür nur ganz kurz: 60 bis 90 Sekunden bleibt sie im Ofen, damit der Teig nicht hart wird (und du ganz schnell deine himmlisch gute Pizza bekommst). Dafür muss der Ofen richtig heiss sein, zwischen 450 und 500 Grad. Ein leicht verkohlter Rand im Leopardenmuster zeugt von der richtigen Temperatureinstellung und gilt als Qualitätsmerkmal für neapolitanische Pizzas.

Woher kommt die Pizza?

Aus Neapel, der süditalienischen Stadt am Fusse des Vesuvs. Globale Anerkennung verschafften dem Teigfladen jedoch erst die Auswanderer und Auswandererinnen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Amerika emigrierten, später auch die amerikanischen Soldaten, die die Pizza in ihre Heimat brachten. Von da aus wurde sie in die Welt gebrachtund nach Lust und Liebe abgeändert.

Damit die neapolitanische Pizzakultur nicht verloren geht, wurde der Verband Associazione Verace Pizza Napoletana gegründet. Seit Mitte der 1980er Jahre schult der Verband Pizzabäcker und prüft Produkte auf Authentizität. Dazu gehören auch klare Richtlinien in Bezug auf die Masse: eine neapolitanische Pizza darf keinen grösseren Durchmesser als 35 Zentimeter aufweisen, das Innere darf vier Millimeter dick sein, während der Rand zwischen ein und zwei Zentimeter Dicke erreichen muss. Die folgenden Pizzerien servieren dir grandiose neapolitanische Pizza.

Napulé in Zürich

Hier isst du garantiert original neapolitanische Pizzas: Die Kreationen von Inhaber und Pizzaiolo Raffaele Tromiro sind mit dem Gütesiegel der Associazione Verace Pizza Napoletana ausgezeichnet – und wahnsinnig lecker. Ach ja, dass der in Neapel geborenen Pizzaiolo dreifacher Pizza-Weltmeister und Jury-Mitglied bei internationalen Pizza-Wettbewerben ist und mit über 280 internationalen Preisen ausgezeichnet wurde, rechtfertigt den Weg in sein Restaurant in Meilen oder Netstal allemal. Wem das zu weit ist: Bei Zürich Stadelhofen kann man die Pizza take-away holen.

La Bestia in Luzern

Vor zwei Jahren wurde La Bestia Pizza Pizza eröffnet, seither beglückt Valerio Nesci die Kunden und Kundinnen mit seinen Pizzas, denn auch er gehört zu den Meistern ihres Werkes: Nesci gewann 2018 in Rom den Weltmeistertitel im Pizzamachen. Für die modern eingerichtete Pizzeria an der Frankenstrasse hat der Pizzaiolo einen Teig mit besonders verträglichen Zutaten entwickelt. Nesci experimentiert gerne und serviert auch mal eine Pizza mit Masala Curry, Mozzarella, Hähnchenbrust, süssen Chili-Tropfen, Koriander und Chili-Fäden.

Dio Mio in Basel

Hier kommt nicht nur der Ofen direkt aus Neapel, sondern auch viele der qualitativen Zutaten, die für die Pizzas mit dem fluffigen Teig verwendet werden. Pascal Engler und Christof Hiltmann, die beiden Gründer, legen Wert darauf, dass diese von traditionellen Familienbetrieben stammen und nicht industriell zubereitet werden – was man auch schmeckt: Berühmt sind diese Pizzas für die süsslich-frische Tomatensosse. Für alle, die nicht genug davon kriegen: Die Pizzas kann man auch im Abo bestellen.

L’Osteria in Bern Belp

In Bern Belp serviert die Familie Napoletano traditionelle, italienische Gerichte und eine beachtliche Auswahl an neapolitanischen Pizzas. Die Pizze rosse und Pizze bianche werden «nach unserer Spezialrezeptur mit viel Liebe zur neapolitanischen Tradition zubereitet», wie die Familie verspricht.

Acqua & Farina in Lugano

Dass du hier feine Pizza isst, ist garantiert: Letztes Jahr hat es Acqua & Farina auf die Liste der 50 besten Pizzerien Europas geschafft. Die Speisekarte bietet dafür eine grosse Auswahl klassischen Pizzas, aber auch speziellere Kreationen sind da zu finden. Für alle, die es ein wenig deftiger mögen: Auch Pizzas mit einer mit Ricotta gefüllten Kruste gibt hier.

Arcade in Zürich

Auch wenn das Lokal an der Birmensdorferstrasse nicht mit der modernsten Einrichtung lockt, überzeugt es mit traditionell hergestellten und unglaublich leckeren Pizza-Kreationen. «Züriisst»-Blogger Pascal Grob von «Gault Millau» nennt das Arcade absolut treffend «einen Pizza-Geheimtipp, den wohl selbst viele aus dem Quartier kaum kennen». Da hat er recht: Neben Klassikern wie Margherita, Napoli oder Capricciosa befördert die Pizzeria auch Gourmets (und Gourmands) mit ausgefallenen Kreationen in den siebten Pizza-Himmel.

Kytaly in Genf

Das Kytaly – Ky ist japanisch und steht für Energie – ist halb Pizzeria, halb Bar, liegt im Stadtzentrum von Genf und hat sich dem Prinzip von Slowfood verschrieben. Für die Pizzas werden Produkte von lokalen italienischen Produzenten verwendet, gebacken wird nach einfachen, traditionstreuen Rezepten. Vor dem Ofen steht hier Franco Pepe, ein italienischer Pizziolo, der mehrfach ausgezeichnet wurde – unter anderem für die beste Pizza des Jahres 2017.

Con Gusto in Zürich

Die Pizzeria verführt nicht nur mit einem fluffigen und knusprigen Teig, sondern wird auch viele Pizza-Enthusiastinnen und -Enthusiasten glücklich machen, die sich vegan ernähren: Neben 13 verschiedenen Pizze Classiche und 13 Pizze Speciali bietet Con Gusto neun Pizze Vegane an. Obwohl die Pizzeria zu den besten Zürichs gehört, sind die Preise echt fair: Für eine Margherita bezahlt man hier günstige 16 Franken.

Chez Mario in Lausanne

Chez Mario soll die erste Pizza der Schweiz sein: Azario Mario Colombini soll laut Webseite im Jahr 1958 aus der Toskana in die Schweiz, genauer nach Lausanne, gekommen sein und habe «eine neue Art von Taverne eröffnet: die erste Pizzeria der Schweiz». Auch noch 63 Jahre später werden die traditionellen neapolitanischen Pizzas im zentral gelegenen Restaurant mit seinen vollgekritzelten Wänden genossen. Zwischen nicht weniger als 29 Pizzas kannst du wählen, die alle faire Preise haben.

Più in Bern

Nicht alle Bernerinnen und Berner zeigten sich glücklich, als verkündet wurde, dass die Gastrokette Bindella in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Kornhauscafés ein weiteres Più eröffnen. Doch nach zwei Restaurants an der Europaallee und beim Schiffbau in der Limmatstadt hat das Zürcher Unternehmen bewiesen: Auch wenn es eine «Ketten-Pizzeria» ist, weiss man im Più, wie eine neapolitanische Pizza schmecken soll.

Welche Pizzeria mit neapolitanischen Pizzas haben wir deiner Meinung nach vergessen? Verrate es uns in den Kommentaren.

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