11.10.2018 16:38

Gebühren

Hier ist das Bankkonto am günstigsten

Die PostFinance führt für viele Privatkunden eine Kontoführungsgebühr ein. Bei diesen Banken kommen Sie am billigsten weg.

von
Vanessa Sadecky
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Die PostFinance führt nächstes Jahr mit drei Ausnahmen für alle eine Kontoführungsgebühr von 5 Franken monatlich ein.

Die PostFinance führt nächstes Jahr mit drei Ausnahmen für alle eine Kontoführungsgebühr von 5 Franken monatlich ein.

Keystone/Christian Beutler
Ein Vergleich von Moneyland mit vier grösseren Banken zeigt, dass für Kunden der PostFinance ein Wechsel besonders bei einem kleineren Vermögen lohnenswert sein kann.

Ein Vergleich von Moneyland mit vier grösseren Banken zeigt, dass für Kunden der PostFinance ein Wechsel besonders bei einem kleineren Vermögen lohnenswert sein kann.

Keystone/Gaetan Bally
Ein Privatkonto mit 7500 Franken häuft bei der Credit Suisse im Jahr 255 Franken Gebühren an.

Ein Privatkonto mit 7500 Franken häuft bei der Credit Suisse im Jahr 255 Franken Gebühren an.

Keystone/Gaetan Bally

5 Franken pro Monat statt wie bisher gratis: Mit der neuen Kontoführungsgebühr für Privatkunden, die ab 2019 in Kraft tritt, verärgert die PostFinance viele 20-Minuten-Leser und PostFinance-Kunden.

Einige Kommentarschreiber überlegen sich nun, ihre Bank zu wechseln. Doch lohnt sich ein Wechsel in jedem Fall? Michael Burkhard, Analyst beim Online-Vergleichsportal Moneyland.ch verneint: «Ob sich ein Bankenwechsel lohnt, hängt nicht nur von der Kontoführungsgebühr ab. Wichtige Faktoren sind, ob man noch andere Finanzprodukte bei der Bank hat und die Höhe des Saldos.»

Migros-Bank lohnt sich ab 7500 Franken

Ein Vergleich von Moneyland mit vier grösseren Banken (siehe Tabelle) zeigt, dass für Kunden der PostFinance ein Wechsel besonders bei einem kleineren Vermögen lohnenswert sein kann. Wer ein Privatkonto mit einem Saldo von 7500 Franken und mehr besitzt, profitiert im Fallbeispiel am meisten von einem Wechsel zur Migros-Bank.

Auch bei einem grösseren Vermögen wie 75'000 Franken würde es sich für den gleichen Kunden nicht lohnen, die PostFinance zu verlassen. «Vorausgesetzt, der Kunde hat keine anderen Finanzprodukte wie Anlagen bei der PostFinance. Falls er diese hat, könnte die Kontoführungsgebühr ganz wegfallen», so Burkhard.

Migros-Bank: «Eigener Gewinn nicht im Vordergrund»

Ein Sprecher der Migros-Bank weist darauf hin, dass die Bank bei Privatkonten unter einem Saldo von 7500 auch eine Kontogebühr von drei Franken pro Monat erhebt. Bei Vermögen, die diesen Betrag übersteigen, könne man auf die Gebühr verzichten: «Bei der Migros-Bank steht die Maximierung des eigenen Gewinns nicht im Vordergrund.» Das heisse jedoch nicht, dass die Konditionen nicht ändern könnten. «Unmittelbar ist jedoch keine Änderung an den Kontoführungsgebühren geplant», so der Sprecher.

Ein Sprecher der Credit Suisse begründet die vergleichsweise hohen Kosten für die Führung eines reinen Privatkontos mit niedrigem Salär so: «Die Kosten ergeben sich durch eine Vielzahl von Faktoren, etwa die Identifikation des Neukunden bei der Eröffnung, die Kontoführung inklusive E-Dokumente, die Bereitstellung von Online- und Mobile Banking, die Beratung durch Credit-Suisse-Mitarbeitende und weitere interne Prozesse.»

Sparen bei der täglichen Nutzung

Laut Burkhard von Moneyland sollte man sich beim Bankenwechsel zuerst einmal überlegen, was man braucht, und dann die Dienstleistungen der Anbieter vergleichen. Aber auch bei der täglichen Nutzung könne man sparen: «Es gibt ein paar einfache Tipps, wie etwa kein Bargeld mit der Kreditkarte zu beziehen, sondern die Debitkarte zu verwenden. Auch bei Transaktionen in Fremdwährungen kann man sparen, wenn man im Ausland in der Landeswährung zahlt.» Generell lohne es sich finanziell, auch auf papierene Kontoauszüge zu verzichten.

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