Skicross-Nation: Hier ist die Welt auf zwei Brettern noch in Ordnung
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Skicross-NationHier ist die Welt auf zwei Brettern noch in Ordnung

Die Schweizer Alpin-Skifahrer haben - zumindest - bei den Männern den Anschluss an die Weltspitze verloren. Dafür dominieren die Eidgenossen im Skicross - wie so oft bei «neuen» Sportarten.

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Das hat es noch nie gegeben: Die Skicrosser Fanny Smith und Armin Niederer dominieren die Konkurrenz nach Belieben. Eine weitere «junge» Sportart, in welcher die Schweiz zur Weltspitze gehört.

Während sich die Skination Schweiz in diesem Winter bei den Alpinen – zumindest bei den Herren – von einer Schlappe zur nächsten quält, stand im Skicross bei sechs der bisher acht Saisonläufen am Ende ein Schweizer beziehungsweise eine Schweizerin zuoberst. Dieses Wochenende sorgt Alex Fiva für den Sieg. Zuvor dominierten Armin Niederer und Fanny Smith als Überflieger des Winters. Von insgesamt 24 Podestplätzen in dieser Saison nahmen die Schweizer deren 10 ein - das ist fast die Hälfte!

Bei den Frauen ist Fanny Smith in der laufenden Saison mit drei Siegen und einem achten Rang die klare Weltcupführende. Die 20-jährige Waadtländerin gewann in Nakiska (Ka), Telluride (USA) und Val Thorens (Fr). In Frankreich gelang den beiden Skicrossern schon zum zweiten Mal ein Doppelsieg. Niederer musste sich einzig im zweiten Saisonlauf in Telluride mit dem dritten Rang begnügen.

Unvergesslich: Der Olympia-Sieg von Schmid

Und die beiden werden von einem starken Team unterstützt: Insgesamt qualifizierten sich vergangenes Wochenende in Val Thorens neun Schweizer für die Finalläufe. Mit Alex Fiva und Jonas Hunziker bei den Männern, sowie Eveline Bhend und Katrin Müller bei den Frauen fuhren in diesem Winter weitere Eidgenossen aufs Podest. Smith wie auch Niederer führen den Gesamtweltcup souverän an - obwohl sie in Innichen für einmal den Finallauf der besten Vier verpassten.

Die Eidgenossen sind seit jeher stark im Skicross. Ab der Saison 2002/03 war diese Sportart des FIS-Freestyle-Skiig-Welcup. In den folgenden Jahren waren die Männer sowie die Frauen in den Top 10 vertreten und feierten regelmässig Podestplätze. Ab der 2005/06 war es dann Mike Schmid, der sich Schritt für Schritt der Weltspitze näherte und im Frühling 2010 als erster Schweizer den Gesamtweltcupsieg holte. Wenige Monate zuvor krönte sich Schmid zum bisher einzigen Olympiasieger in dieser Disziplin.

Weitere Schweizer Goldmedaillen

Doch Skicross ist nur eine der «jungen» Sportarten, in der die Schweiz stark vertreten ist. Etwa im Snowboarden ging die erste olympische Medaille ebenfalls in unser kleines Alpenland. Gian Simmen holte in Nagano sensationell Gold in der Halfpipe. Unvergessen sind auch die Gebrüder Simon und Philipp Schoch. Philipp wurde im Parallel-Riesenslalom an den Winterspielen in Salt Lake City (2002) und Turin (2006) Olympiasieger. Beim zweiten Triumph holte sein Bruder sensationell die Silbermedaille. Bei der anschliessenden WM 2007 gab es einen weiteren Doppelsieg. Damals stand aber Simon zuoberst.

Es gibt weitere «junge» Sportarten - auch abseits der schneebedeckten Pisten in welchen die Schweizer mit guten Ergebnissen zu überzeugen vermochten oder es auch heute noch tun. Weitere Beispiele finden Sie in der Bildstrecke oben!

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