Deutschland – «Hier ist ein Leopard im Garten!» – Notruf meldet ausgebüxte Raubkatze
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Deutschland«Hier ist ein Leopard im Garten!» – Notruf meldet ausgebüxte Raubkatze

In einer deutschen Gemeinde verirrte sich eine Raubkatze in einen Garten. Das Tier war zuvor in den Niederlanden ausgebüxt.

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Der Serval sorgte in der deutschen Gemeinde Borken für Aufregung.

Der Serval sorgte in der deutschen Gemeinde Borken für Aufregung.

Kreispolizeibehörde Borken
Einem Fachmann gelang es schliesslich, das Tier einzufangen.

Einem Fachmann gelang es schliesslich, das Tier einzufangen.

Kreispolizeibehörde Borken
Die Person, die den Notruf gewählt hatte, hielt das Tier für einen Leoparden (Symbolbild).

Die Person, die den Notruf gewählt hatte, hielt das Tier für einen Leoparden (Symbolbild).

Pixabay


«Hier ist ein Leopard im Garten!», lautete am Mittwoch der ungewöhnliche Notruf in der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Borken im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Als Polizeibeamte am Ort des Geschehens eingetroffen seien, habe es im ersten Moment tatsächlich nach einem Leoparden ausgesehen.

Als das Tier dann aber seine Ohren aufgestellt hatte, sei klar geworden, dass es sich eher um einen Serval handelt. «Fauchend tummelte sich das exotische Tier in einem Garten», teilte die Polizeibehörde weiter mit. Einem Fachmann war es schliesslich gelungen, die Wildkatze in ein Netz zu locken.

Der mutmassliche Halter ist identifiziert

Die streunende afrikanische Raubkatze ist wahrscheinlich in den Niederlanden ausgebüxt. In der etwa 15 Kilometer weit entfernten niederländischen Nachbargemeinde Winterswijk habe man einen Halter identifizieren können, dem vor etwa zwei Wochen ein solcher Serval entlaufen war, sagte eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Stadtlohn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Er sei kontaktiert worden und auf dem Weg zu der Auffangstation für solche Exoten in Witten im Ruhrgebiet, in die der Serval gebracht worden war. Anhand der Papiere des Tieres und der Chipnummer könne genau geklärt werden, ob es seine Katze sei. Er hatte demnach bei Facebook einen Suchaufruf gestartet. Als das Tierheim in Stadtlohn am Mittwoch von dem seltenen Fund ebenfalls in den sozialen Medien berichtete, hätten Facebook-Nutzer schliesslich die Verbindung gezogen und die Behörden informiert.

Servale sind mittelgrosse gefleckte Wildkatzen, für deren Haltung es in Deutschland spezieller Sachkunde und einer Genehmigung bedarf. Im Kreis Borken sei kein solches Tier gemeldet, sagte die Ordnungsamtsmitarbeiterin.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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(dpa/job)

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