Bar in ehemaligem Puff: Hier ist sogar das WC-Bürsteli ein Totenkopf
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Bar in ehemaligem PuffHier ist sogar das WC-Bürsteli ein Totenkopf

In einem ehemaligen Puff in Au SG entsteht eine Totenkopf-Bar. Sogar die WC-Bürste steht ganz im Zeichen des Totenschädels.

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jeb
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So sieht das stille Örtchen der Rockstar-Lounge in Au SG aus.

So sieht das stille Örtchen der Rockstar-Lounge in Au SG aus.

jeb
Dank diesem WC-Bürsteli wird die Toilette wohl nie Bremsspuren aufweisen. Schliesslich möchte man die ausgefallene Bürste auch mal ausprobieren.

Dank diesem WC-Bürsteli wird die Toilette wohl nie Bremsspuren aufweisen. Schliesslich möchte man die ausgefallene Bürste auch mal ausprobieren.

jeb
... oder das Gegenteil ist der Fall. Man fürchtet sich vor Totenköpfen. Dann wird man es erst gar nicht auf dieses Töpfchen schaffen.

... oder das Gegenteil ist der Fall. Man fürchtet sich vor Totenköpfen. Dann wird man es erst gar nicht auf dieses Töpfchen schaffen.

jeb

«Totenköpfe haben mich schon als Kind immer fasziniert», erzählt Salvatore Zafarana. Er habe Totenköpfe gezeichnet und Dinge mit Totenkopfmotiven gesammelt. Ein Teil davon kommt jetzt als Dekoration in seiner Bar zum Einsatz.

Shot- und Trinkgläser, Kerzenständer, Wanddeko und Wasserpfeifen sind im Totenschädelstil gehalten. Auch eine Wodkaflasche in Totenkopfform steht auf dem Flaschengestell hinter der Bar.

Selbst das stille Örtchen steht ganz im Zeichen des Deko-Mottos. Klodeckel, Klopapierhalter und sogar das WC-Bürsteli bestehen aus Totenköpfen. Von aussen wirkt das Haus noch ganz unscheinbar.

Puffgänger auf Baustelle

Dieses war bis vor wenigen Wochen noch ein Puff. Ende Jahr hat Zafarana das Gebäude an der Auer Hauptstrasse gekauft und seither mit Kollegen in seiner Freizeit umgebaut und dekoriert. «Während der Umbauzeit kamen sicher vierzigmal Herren vorbei, die sich gerne mit Frauen vergnügt hätten.»

Offenbar hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass das «Haus 72», wie das Puff hiess, geschlossen ist. Für die potenziellen Puffbesucher vermutlich kein Problem, denn auf der anderen Strassenseite steht schon das nächste Puff. Die St. Galler Gemeinde Au ist laut «Beobachter» die Gemeinde mit der höchsten Puffdichte der Schweiz. Das liegt unter anderem daran, dass das Dorf an der Grenze für Österreicher verkehrsgünstig gelegen ist. In Vorarlberg ist Prostitution nämlich verboten.

Rockstar-Lifestyle

Obwohl in der Dekoration das Thema Totenkopf dominiert, heisst die Bar nicht Totenkopf-Bar oder ähnlich. «Meine Bar heisst Rockstar-Lounge, weil das Thema Rockstar meinen Lebensstil gut repräsentiert», so der von Kopf bis Fuss tätowierte Zafarana. Selbstverständlich hat er sich auch mehrere Totenköpfe stechen lassen.

Die Bar betreibt er derzeit noch als Hobby. Hauptberuflich arbeitet der 32-Jährige als Teamleiter Beschichtungen in einem Industrieunternehmen. Bedenken, dass er nicht alles unter einen Hut bringen könnte, hat Zafarana nicht. «Ich habe bereits vorher an den Wochenenden als Barkeeper gearbeitet.» Der Unterschied sei, dass er jetzt selbstständiger Unternehmer sei und in seiner eigenen Bar, die nach seinem Gusto eingerichtet sei, arbeiten könne. Unterstützt wird er dabei von seiner Freundin.

Proteinshakes für fitte Gäste

Angeboten werden neben den üblichen Drinks, Cocktails und Bieren auch Proteinshakes. «Fitnessbegeisterte, die grad in der Muskelaufbauphase sind, trinken keinen Alkohol, möchten aber im Ausgang trotzdem etwas konsumieren.» Diesem Bedürfnis will er mit den Shakes gerecht werden. Daneben werden Shishas in 64 Geschmacksrichtungen angeboten. Selbstverständlich sind die Shishas in Totenkopfform gehalten (siehe Bildstrecke oben).

Eröffnung der Bar ist am Karsamstag.

Einblick in Totenkopf-Bar

In Au SG eröffnet an Ostern 2018 eine Bar die bei der Dekoration ganz auf des Thema Totenkopf setzt.

Promovideo Rockstar Lounge

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