Aktualisiert 07.06.2012 19:35

Star StyleHier kommt der Chef

Ashton Kutcher hat Hollywood im Sack – als Geschäftsmann.

von
Caspar Shaller
Wer auf Twitter eine Million Follower hat, muss ein Leader sein: Ashton Kutcher, 34.

Wer auf Twitter eine Million Follower hat, muss ein Leader sein: Ashton Kutcher, 34.

Mal soll Ashton Kutcher Ales­san­­dra Ambrosio geschwängert haben, dann gibts Gerüchte um ihn und Rihanna. Oder es heisst, er und Mila Ku­nis seien ein Paar. Alle wollen wissen, was der 34-Jährige seit seiner Trennung von Demi Moore vor einem halben Jahr macht. Und erst recht, seit er Charlie Sheen in «Two and a Half Men» ersetzt – bei einer Gage von 700  000 Dollar pro Folge. Dabei ist manchem gar nicht klar, wie Ashton zu einem der grossen Player in Hollywood aufsteigen konnte, denn als ernst zu nehmender Filmschauspieler hat er sich nie einen Namen gemacht. Wie also hat er das geschafft?

Er darf alle veräppeln

Begonnen hat Ashtons Karriere in den Neunzigern als Model. Er findet das damals «den besten Job überhaupt, weil man nur klasse aus­sehen muss». Ihm gelingt der Sprung ins Fernsehen, wo er in der Erfolgs-Sitcom «That 70s Show» den Frauenschwarm Michael Kelso mimt. In der MTV-Show «Punk'd» zelebriert er ab 2003 dann das pubertäre Jungs-Jack­ass Ding und veräppelt bald Superstars wie Halle Berry, Kanye West oder Kirsten Dunst. Ab hier wird klar, wie gut vernetzt Ashton ist: Die Cele­britys nehmen seine Streiche mit Humor und scheinen gern Teil seiner Show zu sein. «Wenn er anruft, sagt man nicht nein», meinte Stylistin Rachel Zoe, als Ashton sie mal um einen Gefallen bat.

Zu diesem Einfluss verholfen hat ihm Demi Moore – ihre Filme spielten ja schon Millionen ein, da buddelte Ashton noch im Sandkasten. Als die beiden 2003 zusammenkommen, öffnet sie ihm in Hollywood alle Türen, und Ashton kommt nach dem eher bescheidenen Anfang von «Punk'd» an die ganz grossen Stars heran. Nun brilliert er mit seinen Social Skills und seinem Geschäftssinn; das Paar Moore-Kutcher wird zum Synonym für Macht und Einfluss.

Er machte Skype möglich

Nach ihrer Trennung zeigt sich, dass Ashton viel gelernt hat: Auch ohne Demi ist er der knallharte Geschäftsmann und der begehrteste Investor Hollywoods. Seine Restaurants «Dolce» und «Geisha House» gehören zu den absoluten Inschuppen Hollywoods. Seine PR- und Produktionsfirma Katalyst Networks ist eine der gehyptesten Social-Media-Marketingagenturen der Welt; sie produziert Reality-Sendungen am laufenden Band und ist im Multimediageschäft ganz gross. Und Ashton ist der erste Star, der mehr als eine Million Follower auf Twitter hat. Das gelingt ihm mit Fotos von Events, Tweets aus seinem Privat­leben – oder er schreibt über eine bestimmte Chipsmarke, die er mag. Dass er damit ebenfalls Geld verdient, darf vermutet werden.

Neben all dem schlägt Ashtons Herz auch für das Silicon Valley. Mehr als 40   Software-Startups hat er finanziert und dabei immer einen guten Riecher bewiesen. Seine erste Starthilfe ging an die damals völlig un­bekannte Firma Skype. Als Microsoft sie vor einem Jahr kaufte, erhielt Ashton den dreifachen Wert seines Investments. Auf Tech-Blogs kursieren gar Anleitungen, wie man seine Aufmerksamkeit erregt. Er hat eben nicht nur Geld – er hat auch Zugang zu den Big Bucks von Holly­wood.

Ashtons neuster Coup: Er hat sich die Hauptrolle in der Verfilmung der Biographie von Steve Jobs gesichert. Bald wird sich zeigen, ob er auch den Sprung zum ernst zu nehmenden Schauspieler schafft.

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