Aktualisiert 02.10.2012 13:43

Intelligente Kiste

Hier kommt der lernfähige Toyota

Ist das womöglich das Stadtauto der Zukunft? Toyota hat an einer Messe in Tokio ein neuartiges Elektromobil vorgestellt, das seinen Besitzer an Stimme und Gesichtsausdruck erkennen soll.

Der Toyota «Smart Insect» lernt von den Gewohnheiten und Vorlieben des Besitzers.

Der Toyota «Smart Insect» lernt von den Gewohnheiten und Vorlieben des Besitzers.

Der japanische Automobilhersteller Toyota hat am Dienstag das Konzept eines neuartigen Elektromobils vorgestellt, das seinen Besitzer an Stimme und Gesichtsausdruck erkennt. Der «Smart INSECT» ist ein Einsitzer mit Flügeltüren, der vor allem für den Einsatz in Städten konzipiert wurde.

«Der Name versucht, das Bild eines kleinen Insekts zu vermitteln, das mit grossen Flügeln umherfliegt, so wie dieses Fahrzeug sich frei durch ein Informationsnetzwerk bewegt und es dabei nutzt», sagte ein Firmensprecher auf der Elektronikmesse Ceatec 2012 in Chiba bei Tokio.

Auto lernt Gewonheiten des Besitzers

Im «Smart Insect» kann der Fahrer seinen eigenen Tablet-Computer und sein Smartphone in ein Dock stecken, damit diese dann als Navigationssystem oder Musikplayer zur Verfügung stehen. Das System lernt von den Gewohnheiten und Vorlieben des Besitzers und bietet beispielsweise von sich aus morgens eine Alternativroute für den Weg zur Arbeit an, wenn sich auf der üblichen Strecke der Verkehr staut.

Das Auto sendet dem Fahrer auch eine Mitteilung auf sein Smartphone, falls er bei einem niedrigen Batteriestand vergessen hat, das Ladekabel anzuschliessen.

Chinesische Autobauer fehlen

Toyota nimmt erstmals an der Ceatec teil. Die Messe, die neben der Berliner IFA und der CES in Las Vegas zu den grossen internationalen Elektronikshows gehört.

In diesem Jahr präsentieren 624 Aussteller ihre Produkte und Entwicklungen auf dem Gelände der Makuhari Messe in Chiba. 22 Aussteller aus China haben ihre Beteiligung wegen des Inselstreits zwischen Japan und China abgesagt.

(sda)

Deutsche kaufen weniger Autos

Die grossen Autobauer Europas haben im September herbe Absatzeinbrüche in Deutschland erlitten. Von den wichtigsten Marken verkauften nur BMW, Hyundai und Skoda gegen den Branchentrend mehr Autos als im Vorjahr. Dies geht aus den am Dienstag vorgelegten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervor.

Hingegen setzte sich der Abwärtstrend bei Opel fort: Der Absatz der Marke brach um fast 26 Prozent auf knapp 17'000 Neuwagen ein. Auch Branchenprimus VW konnte mit 51'000 Fahrzeugen nur ein sattes Fünftel weniger verkaufen als zwölf Monate zuvor. Fiat, Ford und Peugeot büssten ebenfalls über 20 Prozent ein, Porsche etwas weniger. Insgesamt sank der Markt um 10,9 Prozent auf rund 250'000 Neuwagen.

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