Basel: Hier gibt die Polizei ihre Sperre gegen die Frauendemo auf
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BaselHier gibt die Polizei ihre Sperre gegen die Frauendemo auf

Lautstark sind am Montagabend rund tausend Frauen in Basel auf die Strasse gegangen. Die Kundgebung war unbewilligt, dennoch liess sie die Polizei gewähren und räumte gar eine Sperre.

von
Alexia Mohanadas

An der Schifflände errichtete die Polizei eine Sperre, löste diese aber auf, als die Demonstrantinnen keine Anstalten machten, umzukehren.

20 Minuten

Darum gehts

  • In Basel fand am Montagabend eine Frauendemo statt.

  • Bei der Schifflände drohte die Stimmung wegen einer Polizeisperre zu kippen.

  • Die Polizei liess den Kundgebungszug aber passieren und zog sich zurück.

In Basel gingen am Montagabend anlässlich des Internationalen Frauentags rund 1000 Aktivistinnen auf die Strasse. Die Kundgebung, die beim Theaterplatz ihren Anfang genommen hatte, war nicht bewilligt. Nach der Besammlung um 18 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Zuvor informierte die Polizei die Teilnehmerinnen über Megafon, dass die Kundgebung nicht bewilligt und bei einer Störung der Sicherheit und Ordnung mit einem polizeilichen Eingreifen zu rechnen sei.

Die Demonstration löste sich gegen 20 Uhr auf dem Petersplatz vor der Universität auf. Wie die Basler Kantonspolizei schreibt, wurden rund dreissig Personen während der unbewilligten Kundgebung kontrolliert und zwei Aktivistinnen zur genaueren Abklärung auf einen Polizeiposten mitgenommen. Eine wird verdächtigt, an Sprayereien entlang der Route beteiligt gewesen zu sein, der Anderen droht eine Anzeige wegen Hinderung einer Amtshandlung.

Polizei zog sich zurück

Eigentlich hätte die Polizei den Demonstrationszug an der Schifflände vor dem Spiegelhof, wo die Polizeidirektorin ihr Büro hat, stoppen wollen. Mit Sperrbändern und einer Mannschaftskette wurde den Aktivisten signalisiert, dass hier Endstation sei. Die Polizei löste aber die Sperre auf, als die Demonstrantinnen keine Anstalten machten, umzukehren, und laute Parolen skandierten.

Jubelnd marschierte der Tross via Petersgraben weiter bis zum Petersplatz. Dort wurde dann noch gefeiert. Die Polizei beobachtete das Geschehen aus der Distanz, bis sich die Kundgebung auflöste.

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