Aktualisiert

Riesige WasserschlachtHier landet eine Nationalrätin fast im Rhein

Am Samstagnachmittag fand in Basel eine grosse Wasserschlacht zwischen zwei Basler Quartieren statt. Mitten im nassen Vergnügen mischte auch Nationalrätin Sibel Arslan mit.

von
kom
1 / 14
Wer schiesst denn da mit der Wasserpistole? Die Grüne Nationalrätin Sibel Arslan (links) kannte mit SP-Grossrätin Sarah Wyss keine Gnade. Die Politikerinnen nahmen an der traditionellen Wasserschlacht zwischen Gross- und Kleinbasel auf der Dreirosenbrücke teil.

Wer schiesst denn da mit der Wasserpistole? Die Grüne Nationalrätin Sibel Arslan (links) kannte mit SP-Grossrätin Sarah Wyss keine Gnade. Die Politikerinnen nahmen an der traditionellen Wasserschlacht zwischen Gross- und Kleinbasel auf der Dreirosenbrücke teil.

Frantisek Matous
Die Quittung für den Angriff folgte promt. Wyss packte die Angreiferin und trug sie Richtung Brückengeländer. Sibel Arslan sah sich innerlich wohl schon im Rhein schwimmen, doch Wyss liess am Ende Gnade walten.

Die Quittung für den Angriff folgte promt. Wyss packte die Angreiferin und trug sie Richtung Brückengeländer. Sibel Arslan sah sich innerlich wohl schon im Rhein schwimmen, doch Wyss liess am Ende Gnade walten.

Frantisek Matous
An der Wasserschlacht zwischen 4056 und 4057 am 10. August haben Hunderte Teilgenommen.

An der Wasserschlacht zwischen 4056 und 4057 am 10. August haben Hunderte Teilgenommen.

Frantisek Matous

Am Samstagnachmittag fand zum neunten Mal die Wasserschlacht zwischen dem Klein- und Grossbasel statt. Zwischen 200 und 300 Menschen standen innert kürzester Zeit klatschnass mitten auf der Dreirosenbrücke.

Mit Wasserballonen, Schildern, Wasserpistolen zogen am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr Menschen von der Klein- und Grossbasler Seite zur Mitte der Dreirosenbrücke, die die beiden Stadtteile verbindet.

Das Ziel: Die jeweils andere Seite zurückzudrängen, um den Sieg für sich zu beanspruchen. Rund 40 Minuten lang flogen unter Geschrei und Gejohle Wasserballone hin und her. An der Front kam es zu Nahkampfduellen mit Wasserpistolen und Versuchen, die Wasservorräte der anderen Seite zu plündern.

Nationalratswahlkampf einmal anders

Mit dabei waren auch lokale Politikerinnen: Nationalrätin Sibel Arslan (BastA!) und Nationalratskandidatin Sarah Wyss (SP) etwa lieferten sich ein handfestes Duell. Für die Wasserpistolen-Attacke revanchierte sich Wyss, indem sie Arslan in Richtung des Brückengeländers trug und sich die Nationalrätin wohl schon im Rhein schwimmen sah.

Die Schlacht endete, als den Grossbaslern das Wasser ausging und die Kleinbasler dadurch weiter in Richtung Grossbasel vorstossen konnten. Jubel brandete auf.

Der Anlass, der heute sogar auf der Veranstaltungsagenda von Basel Tourismus angepriesen wird, begann eigentlich als politische Aktion der links-alternativen Szene.

Rivalität als Tradition

Sowohl das Grossbasler Quartier St. Johann als auch das untere Kleinbasel erlebten eine massive Aufwertungswelle. Quartierbewohner prangerten die damit verbundene Verdrängung der angestammten Bevölkerung an. So entstand die Basler Wasserschlacht, als kleines Projekt, das aus dem Alltag ausbricht, um den öffentlichen Raum gemeinsam zu gestalten und zu nutzen.

Die Wasserschlacht spielt ausserdem mit dem Element der Rivalität zwischen dem Klein- und Grossbasel. Die Basler Oberschicht lebte früher vor allem im Grossbasel, während das Kleinbasel als Stadtteil der einfachen Leute galt.

Wasserschlacht Basel

Wasserballone, Wasserpistolen, Schutzschilde und Gesichtsbemalungen: So war die Wasserschlacht 2019 zwischen dem Klein- und Grossbasel.
(Video: Telebasel)

So war die Wasserschlacht zwischen dem Gross- und Kleinbasel 2019. (Video: Telebasel)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.