ETH günstig, Tessin teuer - Hier musst du fürs Studium besonders tief in die Tasche greifen
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ETH günstig, Tessin teuerHier musst du fürs Studium besonders tief in die Tasche greifen

Wo man sich eingeschrieben hat, kann teilweise grosse Auswirkungen darauf haben, wie viel man für ein Studium berappen muss. Von einer Gruppe wird besonders viel verlangt.

von
Patrick McEvily
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Die Studentinnen und Studenten in der Schweiz müssen unterschiedlich tief in die Tasche greifen für ihre Semestergebühren.

Die Studentinnen und Studenten in der Schweiz müssen unterschiedlich tief in die Tasche greifen für ihre Semestergebühren.

Raphael Moser / Tamedia AG
Der Vergleichsdienst Comparis hat die Studiengebühren an sämtlichen Unis und Hochschulen untersucht.

Der Vergleichsdienst Comparis hat die Studiengebühren an sämtlichen Unis und Hochschulen untersucht.

20min/Michael Scherrer
Wie rennomiert eine Uni ist, spielt dabei keine Rolle: So kostet das Semester an der ETH Zürich, welche als eine der besten Unis weltweit gilt, gerade mal einen Drittel…

Wie rennomiert eine Uni ist, spielt dabei keine Rolle: So kostet das Semester an der ETH Zürich, welche als eine der besten Unis weltweit gilt, gerade mal einen Drittel…

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Eine Analyse der Kosten an Schweizer Unis zeigt teils erhebliche Unterschiede auf.

  • Die Semestergebühren für Bachelor-Studenten belaufen sich zwischen 400 Franken und 4000 Franken.

  • Richtig teuer kann es für Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz kommen.

Der Vergleichsdienst Comparis hat sich die Semestergebühren an Schweizer Unis angeschaut. Dabei stellten die Autorinnen und Autoren keinen Zusammenhang zwischen dem Ruf einer Uni und der Höhe der Abgaben fest. So kosten sechs Monate an der Tessiner Uni Università della Svizzera italiana fast drei Mal so viel (2000 Franken) wie an der ETH Zürich (750 Franken). Die ETH führt das international anerkannte Quarcquarelli Symonds (QS) Ranking als beste Hochschule Kontinentaleuropas an.

Noch mal rund 40 Prozent weniger als in Zürich zahlt man in der Westschweiz. Die Uni Neuenburg verlangt 425 Franken pro Semester und ist somit die günstigste Hochschule in der Schweiz. Die Preise für die übrigen Universitäten und Fachhochschulen bewegen sich in einem ähnlichen Bereich. Neben Lugano zahlt man einzig an der HSG sowie an der Schweizer Hochschule für Logopädie mehr als 1000 Franken pro Semester (1229 resp. 1000 Franken) . Die Erhebungen von Comparis basieren auf den Kosten für Bachelor-Studiengänge. Allfällige zusätzliche Gebühren wurden nicht berücksichtigt. Wieso die Tessiner Uni so viel verlangt, bleibt unklar.

Ausländer zahlen teilweise bedeutend mehr als Schweizer Studierende

Ausländer und Ausländerinnen, die in der Schweiz studieren, kann ein Studium hierzulande teuer zu stehen kommen. So fallen etwa an der PH Wallis 6500 Franken pro Semester für sie an. Das Ausmass der Unterschiede zwischen einheimischen und ausländischen Studierenden ist teils erheblich. An der Pädagogischen Hochschule Freiburg kostet das Semester 700 Franken für Schweizerinnen und Schweizer oder Personen mit einem Wohnsitz hierzulande. Kommt man von der Grenze springen die Gebühren um den Faktor 7.

Begründet werden die Preisunterschiede damit, dass die Kosten für einen Studienplatz bei Personen, die nicht hierzulande wohnhaft sind, nicht von einem Heimatkanton gedeckt werden. Allerdings dürfen die Hochschulen keine exorbitanten Preise verlangen. Es bestehen Reglemente zur Erhebung von Studiengebühren. Dabei gilt das Deckungsprinzip: Eine Hochschule darf nicht mehr von ihren Studierenden verlangen, als der Studienplatz effektiv kostet. Nicht überall sind die Kosten aber höher als für Einheimische. Die beiden ETHs sowie die Universitäten Genf, Lausanne und Basel kennen keine Unterschiede zwischen einheimischen und ausländischen Studierenden.

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