Aktualisiert 27.08.2012 09:57

Kampf um DamaskusHier schiessen Rebellen einen Helikopter ab

Die Kämpfe in der syrischen Hauptstadt Damaskus fordern auf beiden Seiten Opfer. Die Aufständischen haben dabei offenbar einen Helikopter der Regierung vom Himmel geschossen.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Rebellen nach Angaben von Augenzeugen am Montag einen Helikopter der Armee abgeschossen. Dieser habe zuvor den Stadtteil Dschobar beschossen, berichteten die Augenzeugen.

Dort sei es zu heftigen Gefechten zwischen Aufständischen und Truppen von Präsident Baschar al-Assad gekommen. Auch das staatliche Fernsehen berichtete vom Absturz eines Helikopters. Auf Video- Material von Oppositionellen war ein brennender Helikopter zu sehen, der abstürzte. Rebellen riefen «Gott ist der Grösste.»

Interview de Bachar Al-Assad

Der Helikopter habe bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen zunächst Feuer gefangen und sei dann zu Boden gegangen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen wurden am Montagmorgen 20 Menschen getötet, wie Aktivisten weiter berichteten.

Videobotschaft an Asma al-Assad

Flüchtlingsstrom hält an

Nach den jüngsten Kämpfen und Massakern im Süden von Damaskus haben Tausende Syrer im Libanon Zuflucht gesucht. Ein libanesischer Grenzbeamter sagte am Montag, binnen weniger Stunden hätten mehr als 6000 Menschen die Grenze überquert. Bei der UNO im Libanon haben sich bereits mehr als 51 000 Syrer als Flüchtlinge registrieren lassen.

Weitere rund 80 000 Syrer sind bisher in die Türkei geflüchtet. Die türkischen Behörden haben damit begonnen, Syrer an einer Flucht über die Grenze zu hindern. Wegen der schnell wachsenden Zahl von Flüchtlingen wolle die Türkei nicht mehr alle Syrer aufnehmen, berichteten türkische Medien am Montag.

Ein Regierungsvertreter bestätigte die Berichte auf Anfrage, ohne Details zu der neuen Politik zu nennen. Türkische Kommentatoren sehen in der Entscheidung einen möglichen Schritt auf dem Weg zur Einrichtung einer Schutzzone auf syrischer Seite der Grenze. (sda)

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