Drama von Biel: Hier schnappte Faro den Amok-Rentner

Aktualisiert

Drama von BielHier schnappte Faro den Amok-Rentner

Schon länger überwachte die Polizei auf der Jagd nach Peter K. das Gebiet oberhalb des Champagne-Quartiers. Heute Morgen war es so weit: Die Flucht des Rentners endete im Gemüsebeet.

von
Adrian Müller
Biel

Um sechs Uhr taucht Peter K. auf dem Feld neben dem Alters- und Pflegeheim Ried in Biel auf. Es ist stockdunkel. Der Amok-Rentner marschiert vom Wald her (rotes Band oben) über die Wiese. Eine Spezialeinheit observiert ihn zu diesem Zeitpunkt bereits aus einiger Entfernung. Wenige Minuten später lassen die Beamten Polizeihund Faro von der Leine, welcher den schiesswütigen Rentner in einem Gemüsebeet dingfest macht. 20 Minuten zuvor hatte eine Anwohnerin die Spezialeinheiten alarmiert, welche nach neun Tagen erfolgloser Jagd dem Drama von Biel endlich ein Ende setzen konnten.

Acht Stunden später erinnern nur noch einige Fähnchen der Spurensicherung sowie Absperrbänder an das Drama. Die Polizei erklärt das Gebiet «Ried» oberhalb der Stadt zur Sperrzone. Journalisten werden unter scharfer Beobachtung von Zivilpolizisten in das Gebiet geführt.

"Faro bekommt eine Wurst"

Versteckte sich Peter K. in einer Höhle?

Auch José-Maria Hidalgo muss draussen bleiben. Der Heimleiter des anliegenden Bill-Hauses, einer Werkstätte für Behinderte, ist kurz nach der Verhaftung von Peter K. vor Ort gewesen. «Die Polizei hat uns nicht über die Geschehnisse informiert, obschon hier viele Kinder anwesend sind.» Bereits in den vergangenen Tagen hätten immer wieder Zivilpolizisten das Gebiet unter die Lupe genommen. «Offenbar haben sie Peter K. seit einiger Zeit in dieser Gegend vermutet», so Hidalgo. Kein Wunder: Die Taubenlochschlucht, wo sich Peter K. laut Informationen von 20 Minuten Online versteckte, erreicht man zu Fuss in 15 Minuten. «Dort hat es viele Höhlen – ein perfektes Gebiet, um sich zu verstecken», sagt der Heimleiter.

Polizeikommandant Stefan Blättler sagte heute Morgen bloss, dass Peter K. «viel unterwegs gewesen sei». Die Beamten vernehmen in diesen Stunden den Amok-Rentner in einem Bieler Gefängnis. Nur er kann sagen, wo er sich in den letzten Tagen tatsächlich versteckt hat.

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