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Coronavirus-MassnahmenHier sind die Skigebiete noch geöffnet

Der Bundesrat überlässt den Entscheid, die Skigebiete zu schliessen, den Kantonen. Verschiedene schlossen ihre Wintersportorte am 22. Dezember, einige öffneten sie ab dem 30. Dezember wieder.

Darum gehts

  • Verschiedene Kantone, vor allem in der Innerschweiz und Ostschweiz, haben ihre Skigebiete ab dem 22. Dezember geschlossen.

  • In Bern, Wallis, Graubünden und in der Waadt sind die Skigebiete noch offen.

Appenzell Ausserrhoden hat beschlossen, dass die Skigebiete im Kanton geschlossen bleiben müssen. «Der Kanton führt ein enges Monitoring der epidemiologischen Lage durch. Sobald es die gesundheitliche Situation zulässt, wird das Amt für Gesundheit gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit allfällige Lockerungen prüfen», heisst es in der Medienmitteilung der Regierung am Dienstag.

Am Montag hat auch der Kanton Glarus entschieden, seine Skigebiete ab dem 22. Dezember zu schliessen. Am 28. Dezember soll die Lage erneut überprüft werden, heisst es in einer Mitteilung. Die epidemiologische Lage sei ernst und ein weiterer Anstieg der Ansteckungszahlen würde die Gesundheitsversorgung in eine bedrohliche Lage versetzen.

Wegen der angespannten epidemiologischen Lage haben bereits die Kantone Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Zug entschieden, ihre Skigebiete ab dem 22. Dezember zu schliessen. Die Corona-Lage lasse es nicht zu, dass diese Betrieb weiterführten oder überhaupt erst aufnehmen würden, heisst es aus der Zentralschweiz.

Am Samstag entschieden weitere Kantone, die Skigebiete zu schliessen. Die Massnahme gilt im Kanton Appenzell-Innerrhoden ab dem 22. Dezember. Das berichtet «SRF». Der Kanton Zürich zog ebenfalls am Samstag nach. Auch er schliesst die Skigebiete ab 22. Dezember bis auf Weiteres. «Damit soll insbesondere sichergestellt werden, dass die Spitalkapazitäten nicht überschritten werden», schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Auch der Kanton St. Gallen zog nach und schliesst die Skigebiete ab dem 22. Dezember. Aufgrund der hohen Zahlen im Kanton sei diese Massnahme nötig, sagt Gesundheitsdirektor Bruno Damann. Auch der Kanton Uri zog mittlerweile nach, wie es in einer Medienmitteilung vom Samstag hiess.

Nicht alle Skigebiete schliessen

Der Kanton Graubünden hat am Montag entschieden, die Skigebiete über die Weihnachtstage offen zu lassen. Bereits seit Anfang Dezember sind im Tourismuskanton die Restaurants geschlossen. Nach dem Entscheid des Bundesrates vom Freitag dürfen diese nun für einen weiteren Monat keine Gäste empfangen.

Im Wallis bleiben die Skigebiete offen. Dass mögliche Skiunfälle die Spitäler überfordern könnten, befürchte der Staatsrat nicht. Oft gehe es um Bagatellverletzungen, auch schwerere Fälle landeten selten auf der Intensivstation.

Auch im Kanton Bern bleiben die Skigebiete vorläufig offen. Die Berner Regierung ruft aber die Bevölkerung zu grosser Vorsicht auf und will die Skigebiete schliessen, falls sich die Situation in den Spitälern verschlimmern sollte.

Im Kanton Tessin darf vorerst Ski gefahren werden. Die zuständige Behörde hat den Skistationen am Dienstag die Betriebsbewilligung erteilt. Diese ist jedoch nicht unbegrenzt und kann je nach Entwicklung der epidemiologischen Lage widerrufen werden.

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Pro Juventute, Tel. 147

(ore/SDA)

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