14.09.2020 16:07

Auswertung der KantoneHier sind Flüchtlinge am besten im Arbeitsmarkt eingegliedert

Der Kanton Glarus weist bei den vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen die schweizweit höchste Erwerbsquote auf. Mehr als die Hälfte der Personen sind in das Erwerbsleben integriert.

von
Michel Eggimann
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Bei den vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen weist der Kanton Glarus die schweizweit höchste Erwerbsquote auf.

Bei den vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen weist der Kanton Glarus die schweizweit höchste Erwerbsquote auf.

Wikipedia/Ikiwaner
Die Erwerbsquote der vorläufig aufgenommenen Personen und der Flüchtlinge beträgt 57 Prozent, bei einem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 36,5 Prozent.

Die Erwerbsquote der vorläufig aufgenommenen Personen und der Flüchtlinge beträgt 57 Prozent, bei einem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 36,5 Prozent.

Wikipedia/Samuel Trümpy Photography
Diese Quote sei nirgends in der Schweiz höher, so der Kanton in einer Mitteilung. (Symbolbild)

Diese Quote sei nirgends in der Schweiz höher, so der Kanton in einer Mitteilung. (Symbolbild)

KEYSTONE

Darum gehts

  • Der Kanton Glarus weist bei Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen die höchste Erwerbsquote auf.
  • Mehr als jeder Zweite ist berufstätig.
  • 63 Personen aus dem Flüchtlingsbereich sind in einer Lehre oder Vorlehre.

Die Erwerbsquote der vorläufig aufgenommenen Personen und der Flüchtlinge beträgt im Kanton Glarus 57 Prozent, bei einem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 36,5 Prozent, wie die Glarner Behörden am Montag mitteilten. Damit weise Glarus die schweizweit höchste Erwerbsquote auf.

Bei den vorläufig Aufgenommenen betrug die kantonale Erwerbsquote 55,2 Prozent, bei einem schweizerischen Schnitt von 43,4 Prozent. Eine erfolgreiche Integration setze neben motivierten Flüchtlingen aufgeschlossene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber voraus, schrieben die Behörden. Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene benötigten für ihre berufliche Eingliederung eine Begleitung und berufspraktische Unterstützung.

63 in einer Lehre oder Vorlehre

Im Sommer 2020 schlossen 18 junge Frauen und Männer die Integrationsvorlehre Invol in der gewerblich-industriellen Berufsfachschule in Ziegelbrücke erfolgreich ab. 15 Absolventen davon starteten im August mit einer regulären Berufsausbildung, heisst es weiter in der Mitteilung. Aktuell absolvieren 44 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Flüchtlingsbereich eine Berufslehre, und es beginnen 19 junge Erwachsene eine Integrationsvorlehre. Insgesamt sind 63 Personen aus dem Flüchtlingsbereich in einer Lehre oder Vorlehre.

Die Integrationsvorlehre Invol bereitet anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen auf den Einstieg in eine berufliche Grundbildung vor. Das vorerst auf vier Jahre ausgelegte Pilotprojekt startete 2018 und konnte auf den Erfahrungen des kantonalen Berufseinführungsprogramms für Flüchtlinge aufbauen.

Aufgrund der erzielten Resultate wurde die Invol im Frühling 2019 vom Bundesrat um weitere zwei Jahre bis ins Ausbildungsjahr 2023/24 verlängert. Im Kanton Glarus liegt die Verantwortung für dieses Projekt bei der Berufsbildung.

(SDA)

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