Kino und Streaming 2020: Hier sind fünf Filme, die uns 2020 so richtig gutgetan haben
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Kino und Streaming 2020Hier sind fünf Filme, die uns 2020 so richtig gutgetan haben

Corona hat dem Blockbuster-Kino einen Strich durch die Rechnung gemacht. An grossartigen Releases mangelte es deswegen aber nicht – im Gegenteil.

von
Melanie Biedermann

Der Trailer zu «Queen & Slim».

Universal Pictures

Darum gehts

  • Die meisten potenziellen Blockbuster skippten 2020 wegen Corona-Kino-Restriktionen einen 2020er-Release.

  • Viele grossartige Filme haben den Weg dennoch ins Kino oder auf Streamingplattformen gefunden.

  • Hier sind fünf, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

«Queen & Slim»

Darum gehts: Nach einem zähen ersten Tinder-Date wollen Slim (Daniel Kaluuya) und Queen (Jodie Turner-Smith) eigentlich nur heim. Auf dem Weg werden die beiden Afroamerikaner jedoch von einem weissen Polizisten aufgehalten; die Situation eskaliert, Slim erschiesst den Beamten aus Notwehr, und das Paar macht sich nach dem pragmatischen Urteil «das wird uns niemand glauben» auf die Flucht.

Das Watch-now-Argument: Das Regiedebüt von Melina Matsoukas führt institutionalisierten Rassismus auf eine Art und Weise vor Augen, die allerspätestens seit der Ermordung von George Floyd niemanden mehr kalt lassen darf. On top gibts eine Lovestory, die zeigt, woran moderne Beziehungen gern scheitern: Wer eine will, muss sich Zeit dafür nehmen.

«Queen & Slim» gibts zum Leihen bei Swisscom Blue TV oder zum Kauf bei Sky TV.

«Emma»

Darum gehts: Die Story basiert auf Jane Austens gleichnamigen Buch von 1815 und kreist um die eloquente, selbstverliebte und unverheiratete Emma (Anya Taylor-Joy), die am meisten Freude am Leben hat, wenn sie jenes anderer manipuliert.

Das Watch-now-Argument: «Emma» vereinte einige der grössten Schauspielentdeckungen des Jahres in einer spassigen und obendrein schön anzusehenden Gesellschaftssatire. «Queen’s Gambit»-Star Anya Taylor-Joy spielte ihre erste grosse Hauptrolle seit «The Witch», «Stardust»-Darsteller Johnny Flynn mimt den liebäugelnden Gegenspieler, und Josh O’Connor, der in «The Crown» als Prinz Charles brilliert, macht den ollen Dorfpriester.

«Emma» ist zum Kauf bei Swisscom Blue TV und auf Amazon Prime verfügbar.

Der Trailer.

Universal Pictures

«Ya no estoy aquí»

Darum gehts: Der 17-jährige Ulises (Juan Daniel García Treviño) ist in seiner mexikanischen Heimat Anführer der Teenager-Gang Los Terkos, die im Grunde nichts anderes will als gemeinsam Cumbia tanzen. Eine Schiesserei zwingt Ulises zur Flucht nach New York.

Das Watch-now-Argument: die weiten Landschaften Mexikos, die Musik, die Entschleunigung im Tanz. Der «Spiegel» fasste treffend zusammen: «Hin und wieder tut sich mit einem Film, einem Text, einem Bild für einen Moment das Tor zu einer Welt auf, von der man noch nie gehört und vor allem nicht gewusst hat.» Dieser Film gleicht einer Reise, gleichzeitig ist er Erinnerung an Heimat und das, was uns Geborgenheit gibt.

«Ya no estoy aquí» findest du unter dem englischen Titel «I’m No Longer Here» auf Netflix.

Der Trailer.

Netflix

«Babyteeth» («Milla Meets Moses»)

Darum gehts: Die 15-jährige Milla (Eliza Scanlen) will nach ihrer Krebsdiagnose ihr Leben in vollen Zügen geniessen und verliebt sich Hals über Kopf in den Herumstreuner Moses (Toby Wallace).

Das Watch-now-Argument: Selten war ein Film über einen schwer kranken Teenager so leicht, witzig, charmant und zugleich tiefgreifend wie das Spielfilmdebüt der australischen Regisseurin Shannon Murphy. Wetten, dass du nach dem Schauen der Welt mit einem ermutigten «Mir kann nichts und niemand was»-Gefühl entgegenblickst?

«Babyteeth» kann bei Amazon Prime vorbestellt werden.

Der Trailer.

Pathé Films

«And Then We Danced»

Darum gehts: Merab (Levan Gelbakhiani) will sich an der Akademie des Georgischen Nationalballetts als professioneller Tänzer etablieren. In Neuankömmling Irakli (Bachi Valishvili) findet er erst einen Gegenspieler, dann die Herausforderung seines Lebens.

Das Watch-now-Argument: Der Film des schwedisch-georgischen Regisseurs Levan Akin zeigt die verhärteten Geschlechterbilder Georgiens neben einer Kultur, die blüht, aufregend und ekstatisch ist. Von dieser Leidenschaft will man schnell mehr. Sie stiftet dazu an, selbst aktiv zu werden – ob mit einer Pirouette im Schlafzimmer oder einer Petition für Menschenrechte, spielt fürs individuelle Hoch keine Rolle.

«And Then We Danced» findest du in der deutschen Fassung als VOD bei Edition Salzgeber.

Der Trailer.

Triart/ARP Sélection

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Deine Meinung

13 Kommentare
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zeta86

30.12.2020, 19:42

''The House that Jack built'' ist der beste film 2020, wahre Kunst.

Bubulina

29.12.2020, 18:05

Der beste Film aller Zeiten ist,,, CAROL.... ❤️❤️❤️

Seriejunkie

29.12.2020, 17:48

Die Serie: „das Haus des Geldes“! Der Hammer!!👍👍👍