Aktualisiert 06.01.2020 12:36

Winterschwimmen im RheinHier steigt Reporter Steve in den eiskalten Rhein

Am Sonntagnachmittag hüpften Santikläuse und Könige in den 7 Grad kalten Rhein – 20 Minuten ging mit.

von
mhu/las

Wie fühlt es sich an, im Winter in den Rhein zu steigen? Der Selbsttest. (Video: las/mhu)

Am Sonntagnachmittag sprangen 19 Leute in den 7 Grad kalten Rhein in Basel. Grund dafür war das dritte Dreikönigsschwimmen entlang des Kleinbasler Rheinufers.

Doch wie kalt sind 7 Grad wirklich und wie fühlt sich das an? 20 Minuten ist zum Selbsttest angetreten (siehe Video) und hat festgestellt: Es ist sehr kalt.

Wenige Sekunden bis zur Schmerzgrenze

Bei solchen Temperaturen beginnt die Haut schon nach wenigen Sekunden zu schmerzen. Und auch wenn das Wasser wärmer ist, als die Luft, fühlt es sich nicht so an. Dafür bemerkt man die 4 Grad an der Luft kaum noch, wenn man wieder draussen ist.

«Es ist jedes Jahr eine Überwindung», sagt Schwimmer Torio Bauer (57), «besonders, wenn das Thermometer unter 10 Grad fällt.» Mit einem Training und einer Begleitung sei dies aber machbar. Ausserdem seien die meisten Teilnehmer erfahrene Winter-Rheinschwimmer.

Von den eher niedrigen Luft- und Wassertemperaturen, liess sich die als Könige verkleidete Truppe nicht abhalten. «Was gibt es Schöneres? Wir läuten jetzt den Frühling ein bei diesem sensationellen Wetter», so ein Schwimmer.

«Ich lass mir vom Wetter nichts sagen»

Am Sonntagnachmittag hüpften bei strahlendem Wetter und ziemlich kühlen Luft- und Wassertemperaturen Sanitkläuse und Könige in den Rhein in Basel.
(Video: 20 Minuten/mhu)

Die Dreikönigssschwimmer trotzen der Kälte. (Video: mhu)

Rheinschwimmen das ganze Jahr

Dora Moser (53) ist Mitbegründerin der Tradition. Sie hat vor vier Jahren beschlossen, das Rheinschwimmen das ganze Jahr durchzuziehen. «Wieso soll ich mir vom Wetter diktieren lassen, wann ich etwas tun kann, das mir Freude bereitet, und wann nicht?», fragt sie.

Während man sich im Sommer kilometerweit vom Rhein tragen lassen kann, ist im Winter bereits nach wenigen Hundert Metern Schluss. Wer seine Beine noch spürte, konnte sich über einen warmen Empfang von zahlreichen Schaulustigen freuen.

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