Faszinierendes Video: Hier streift ein Bär durch den Bündner Wald
Aktualisiert

Faszinierendes VideoHier streift ein Bär durch den Bündner Wald

Am Ostersamstag ist im Unterengadin ein Bär gesichtet worden. Ein Video zeigt den Bären, wie er einer Familie sehr nahe kommt. Wildhüter vermuten, es handle sich dabei um M13.

von
jam

Es sind furchteinflössende Bilder: Aus einer Distanz von höchstens zwanzig Metern, unmittelbar unterhalb eines Felsbandes, streift ein Bär durch den Wald. Dann schaut der Bär hoch zu den Filmenden - er hat sie entdeckt. Der Bär bleibt kurz stehen. Doch glücklicherweise trottet er anschliessend unbeeindruckt weiter.

Aufgenommen wurde das Video in der Nähe von S-charl, wie die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens am Sonntagmittag berichtet. Auffallend ist, dass der Bär eine gelbe Ohrmarke trägt.

Ist es M13?

Beim Bären könnte es sich um M13 handeln. Dies sagte ein Wildhüter in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Dieser Bär hatte im Januar seinen GPS-Sender verloren.

Eine Bestätigung liege der Identität allerdings noch nicht vor, sagte Wildhüter Curdin Florineth. M13 habe seinen Sender verloren und sei nun mit einer Ohrmarke unterwegs. Eine gelbe Ohrmarke trägt auch der Bär, den Passanten über Ostern im Engadin gefilmt haben.

Bisher hat der Bär laut Florineth lediglich zwei Bienenstöcke geplündert - als «Problembär» gelte er deswegen noch nicht.

Anfang April war der zweijährige M13 im Südtiroler Vinschgau in rasantem Tempo unterwegs. In österreichischen Medien wurde ein Vertreter des Landesamts für Jagd und Fischerei in Bozen mit den Worten zitiert, der Bär habe in der Vergangenheit wenig Scheu vor Menschen gezeigt.

Weil er im Gegensatz zu anderen Bären nicht vor Menschen geflohen sei, habe ihn die Landesbehörde eingefangen und mit einem Sender-Halsband ausgestattet. Per GPS konnte er so überwacht werden, bevor er den Sender im Januar verlor. (jam/sda)

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