Auto im Rhein versenkt: Hier taucht der Wasserporsche auf
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Auto im Rhein versenktHier taucht der Wasserporsche auf

Die Polizei konnte den verunglückten Sportwagen aus dem Rhein bergen. Dutzende Schaulustige wollten das Spektakel miterleben – sogar der Unfallverursacher war vor Ort.

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D.Galka/A.Fumagalli

Zeitraffer und Zusammenschnitt der Bergungsaktion: So sieht die versenkte Luxuskarosse innen und aussen aus. (Video: Debby Galka)

Das wohl berühmteste Autowrack der Schweiz ist seit heute Nachmittag wieder im Trockenen: Kurz nach 14 Uhr zog die Kantonspolizei Zürich mithilfe eines riesigen Krans den rund 200 000 Franken teuren Porsche aus dem Rhein. «Schau Mami, das Auto hängt am Seil», rief die vierjährige Zoe ganz begeistert. Ihrem Bruder Gian hatte es gar die Sprache verschlagen, wortlos verfolgte er das Geschehen durch seinen Feldstecher.

Die beiden Kinder waren längst nicht die Einzigen, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Auf der Rheinbrücke, von welcher man den besten Ausblick hatte, entstand zwischenzeitlich ein ziemliches Gedränge. «Das versunkene Auto war in den letzten Tagen das grosse Thema im Dorf, da wollte ich mir die Bergung nicht entgehen lassen», sagte die Eglisauerin Brigitta Schwarz.

da hat eben jemand sein Auto in Eglisau versenkt, sie sagen es se ein porsche

Zwei Versuche

Die ungewöhnliche Polizeiaktion musste allerdings in eine Extrarunde: Weil beim ersten Versuch das Abschleppseil zu lang war und der Porsche dadurch die am Ufer stationierten Boote touchiert hätte, musste er wieder ins Wasser hinuntergelassen werden. Beim zweiten Mal klappte dann alles reibungslos.

Wie Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich gegenüber 20 Minuten Online bestätigte, befanden sich unter den rund 100 Schaulustigen auch der 29-jährige Unfallverursacher und der 24-jährige Besitzer des Sportwagens. In Frage kommende Personen stritten gegenüber den Pressevertretern allerdings ab, mit dem Unfall in Zusammenhang zu stehen – und die Kantonspolizei hatte das Nummernschild des Unglücksautos wohlweislich bereits unter Wasser entfernen lassen.

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