Beschuss durch Hamas: Hier treffen Raketenteile die «AidaDiva»
Aktualisiert

Beschuss durch HamasHier treffen Raketenteile die «AidaDiva»

Das deutsche Kreuzfahrtschiff AidaDiva ist in Israel unter Beschuss geraten. Das Schiff wurde von mehreren Raketenteilen getroffen.

von
woz

Eine gemütliche Kreuzfahrt wurde zur Erlebnisreise. Die radikal-islamische Terrororganisation Hamas hat offenbar sechs Raketen in Richtung des deutschen Kreuzfahrtschiffs AidaDiva gefeuert, berichtet die ARD. Das Schiff lag zu diesem Zeitpunkt im Hafen von Ashdod.

Glücklicherweise seien die Raketen explodiert, bevor sie das Schiff getroffen hätten. Unklar ist, ob sie von der israelischen Luftabwehr abgeschossen wurden oder selbst explodierten. Mehrere Raketenteile sind auf das Schiff gefallen.

An Bord wurde niemand verletzt

«Alle Gäste und Crewmitglieder sind wohlauf. Es wurde niemand verletzt und es entstanden keine Schäden am Schiff», teilt das deustche Kreuzfahrtunternehmen Aida auf ihrer Facebook-Seite mit. Die «AidaDiva» habe die Reise ohne Verzögerung Richtung Kreta fortgesetzt.

«Wir bedauern es sehr, dass die Gäste von ?AidaDiva? Zeugen dieses Zwischenfalls wurden», heisst es im Statement weiter. Die Sicherheitslage wurde stets beobachtet.

Israel prüft Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen

Als Reaktion auf anhaltenden Raketenbeschuss durch palästinensische Extremisten hat Israel eine Militäroffensive gegen den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen gestartet. Die «Operation Protective Edge» habe zum Ziel, «den Terror zu stoppen, dem israelische Bürger täglich ausgesetzt sind», hiess es in einer über Twitter veröffentlichten Erklärung der Armee.

Es gebe keine zeitliche Beschränkung der Operation. «Wir stellen uns auf den möglichen Einsatz von Bodentruppen ein», sagte der israelische Militärsprecher Peter Lerner. «Aber ich denke nicht, dass das sofort passieren wird.»

Mindestens neun Zivilisten verletzt

Das Militär griff bis Dienstagmorgen mindestens 50 Ziele in dem Gebiet an, darunter vier Häuser von Militanten und verborgene Raketenwerfer, wie Armeesprecher Peter Lerner mitteilte.

Bei Luftangriffen der israelischen Armee im Gazastreifen wurden am Dienstag nach Angaben eines Gesundheitsbeamten mindestens neun palästinensische Zivilisten verletzt. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden in den vergangenen Wochen rund 300 Geschosse aus dem Hamas-Territorium auf Israel abgefeuert, darunter 80 Raketen am Montag. Israelische Bewohner im Süden des Landes wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.

Mord an Jugendlichen als Auslöser für neue Spannungen

Die Spannungen zwischen Israel und Palästinensern hatten zugenommen, nachdem vor Wochen drei jüdische Jugendliche im Westjordanland verschwunden und schliesslich ermordet aufgefunden worden waren. Wenige Stunden nach deren Begräbnis vergangene Woche wurde der 16-jährige Palästinenser Mohammed Abu Chdeir entführt, seine verkohlte Leiche wurde wenig später in einem Wald bei Jerusalem entdeckt.

Ermittler hatten am Sonntag sechs Verdächtige, darunter auch Minderjährige, in dem Fall festgenommen. Drei von ihnen hätten sich zum Mord an dem Teenager bekannt und den Tathergang nachgestellt, sagte ein israelischer Behördensprecher. (woz/sda)

Raketenangriff auf Tel Aviv abgewehrt

Das Raketenabwehrsystem «Iron Dome» hat nach Angaben israelischer Fernsehsender einen Angriff auf die Metropole Tel Aviv abgewehrt.

In der Stadt waren am Dienstag Warnsirenen zu hören gewesen.

Tel Aviv liegt rund 70 Kilometer nördlich des Gazastreifens. Radikale Palästinenser hatten in den vergangenen Tagen Dutzende Raketen abgefeuert, aber noch nie so weit in israelisches Gebiet. Das Militär hatte zuvor eine Offensive gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas gestartet.

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