Azoren Reisetipps - Auf São Miguel verlängerst du ganzjährig den Sommer
Ein Paradies mitten im Atlantik: die Azoreninsel São Miguel.

Ein Paradies mitten im Atlantik: die Azoreninsel São Miguel.

Nico Schaerer, nuvu.ch
Publiziert

Paradies mitten im MEerHier verlängerst du jetzt den Sommer

Wars das bereits mit dem Sommer? Nicht überall – auf der Inselgruppe der Azoren herrscht ganzjährig mildes Klima.

von
Martin Hoch

So richtig angekommen ist der Sommer dieses Jahr nie. Vielen graut jetzt schon davor, dass nun der Herbst folgt. Ein Grund, auf die Azoren zu verreisen. Denn auf den neun Inseln herrscht ganzjährig ein mildes Klima – selbst im Januar darf man an sonnigen Tagen mit 18 Grad Celsius rechnen. Bis Ende Oktober herrscht auf den Azoren gar noch Badewetter.

Schnellentschlossene treffen im September auf sommerliche Temperaturen zwischen 19 – 24 Grad Celsius. Doch aufgepasst: Eine ausgesprochene Stranddestination sind die neun Inseln der Azoren nicht. Denn tatsächlich kann man hier an einem Tag alle Jahreszeiten erleben.

Nebst den neun Hauptinseln der Azoren findet man weitere kleine Inseln im Archipel.

Nebst den neun Hauptinseln der Azoren findet man weitere kleine Inseln im Archipel.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Wer gerne aktiv unterwegs ist – die Azoren sind ein Paradies für Wandernde – und gleichzeitig noch milde Temperaturen sucht, wird das Archipel mit seinen neun Inseln lieben. Wir zeigen euch hier Reisetipps zur Hauptinsel São Miguel.

Kratersee: Lagoa do fogo

Ein Must während eines Besuchs der Insel: ein Kurzwanderung in den Krater zum Lagoa do Fogo.

Ein Must während eines Besuchs der Insel: ein Kurzwanderung in den Krater zum Lagoa do Fogo.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Über dem Feuersee, wie er auf Deutsch heisst, schwebt meist Nebel. Aber der Nebel ist nicht etwa lästig. Vielmehr verleiht er dem Kratersee eine mystische Stimmung. Und dank der hohen Luftfeuchtigkeit sind die steil aufragenden Kraterwände grün überwuchert. Es lohnt sich, auf dem schmalen Pfad in den Krater hinabzusteigen, den blau-grün schimmernden See entlang zu spazieren und eine Rast am Sandstrand einzulegen.

Heisse Bäder: Caldeira Velha und Poça da Dona Beija

An kalten oder regnerischen Tagen sind die heissen Quellen eine willkommene Abwechslung.

An kalten oder regnerischen Tagen sind die heissen Quellen eine willkommene Abwechslung.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Du wünscht dir eine Erholung nach einem Wandertag? Die Insel São Miguel bietet eine wohltuende Lösung in den naturnahen Bädern. Zwei davon sind besonders empfehlenswert. Die heissen Quellen der Caldeira Velha befinden sich bei einem Wasserfall zwischen moosigen Hängen und inmitten eines Dschungels mit bis zu 12 Metern hohen Farnen. Der Eingang zur Caldeira Velha befindet sich auf der Strasse EN5-2A zwischen Ribeira Grande und dem Lagoa do Fogo. Das Bad Poça da Dona Beija liegt in Furnas und ist ein kleines Paradies, bestehend aus mehreren heissen Pools und umgeben von einem Garten Eden.

Ein Garten Eden: mehrere Pools locken im Bad Poça da Dona Beija zum Baden ein.

Ein Garten Eden: mehrere Pools locken im Bad Poça da Dona Beija zum Baden ein.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Teeplantage: Chá Gorreana

Selbst über eine Teeplantage verfügt die Insel.

Selbst über eine Teeplantage verfügt die Insel.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Die Teeplantage Chá Gorreana an der Nordküste zieht sich vom Meer hoch in die Hügel. Auf einem einstündigen Rundweg kann man den Feldarbeitern bei der Pflege und der Ernte der Teeblätter über die Schultern schauen. Der Grossteil der Arbeit wird hier noch mit den Händen verrichtet, auf Pestizide wird verzichtet. Dass das der Qualität des Tees zuträglich ist, erfahren Teebegeisterte spätestens bei einer Degustation im Produktionshaus der Plantage.

Heisse Quellen im Meer: Termas da Ferraria

Heisse Quellen befinden sich hier direkt im Meer.

Heisse Quellen befinden sich hier direkt im Meer.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Nebst einem kleinen, feinen Spa findet sich auf dem Grundstück der Termas da Ferraria in Ginetes auch ein einzigartiger Naturpool. Während Wellen frisches, kühles Atlantikwasser vom Meer in den Lavasteinpool spülen, strömt aus dem Boden heisses Quellwasser. Nach einem Bad lohnt es sich, noch etwas zu bleiben und den Sonnenuntergang zu geniessen – kühle Getränke werden im nebenan gelegenen, architektonisch interessanten Bistro serviert.

Wasserfälle: Salto do Prego und Salto do Cabrito

Abgelegene Wasserfälle wie den Salto do Prego gibt es auf der Insel mehrere.

Abgelegene Wasserfälle wie den Salto do Prego gibt es auf der Insel mehrere.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Ein Konzert Dutzender Vögel begleitet einen auf schmalen Pfaden und über moosige Holzbrücken, die durch einen dichten Dschungel oberhalb des Küstenorts Faial da Terra führen. Schliesslich steht man ganz alleine vor einem Wasserfall: dem Salto do Prego, badet darunter und könnte vor Glück laut in den Wald reinjauchzen. Ein weiterer, wenn auch stärker besuchter Wasserfall ist der Salto do Cabrito. Um diesen zu erreichen, folgt man der EN5-2A von Ribeira Grande zur Caldeira Velha und biegt bei der Ausschilderung links ab.

Ein gut besuchter, trotzdem wunderbarer Wasserfall: der Salto do Cabrito.

Ein gut besuchter, trotzdem wunderbarer Wasserfall: der Salto do Cabrito.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Schwimmbad & Restaurant: Caloura

Ziemlich spektakulär – der kleine Pool bei Caloura.

Ziemlich spektakulär – der kleine Pool bei Caloura.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Eingebettet in Felsen, die aus dem Wasser ragen, und über einen festen Steg erreichbar: Der kleine Pool in Caloura bei Água de Pau bietet sich geradezu als Fotomotiv an. Daneben liegen ein idyllischer Fischerhafen und ein beliebtes Restaurant, die Bar Caloura. Aufgetischt wird in diesem charmanten, einfachen Lokal fangfrischer Fisch, dazu gibts Aussicht aufs Meer.

Wal- und Delfintouren: Moby Dick

Rund um die Insel tummeln sich unzählige Delfine.

Rund um die Insel tummeln sich unzählige Delfine.

Nico Schaerer, nuvu.ch

Einst war er Fischer in den hiesigen Gewässern. Nun fährt José F. Costa mit seiner Moby Dick, einer ehemaligen Azorenfähre, Gäste für Wal- und Delfintouren raus aufs Meer. Seine Helfer an Bord gehören alle praktisch zur Familie und jeder ist auf den Meeren aufgewachsen. Von diesem Wissen profitieren die Gäste: Schnell werden Wale und Delfine gesichtet. Dabei steuert der Kapitän das Schiff jeweils so, dass die Delfine verspielt in der Heckwelle surfen.

Informationen zu São Miguel

Währung: Auf den zu Portugal gehörenden Inseln wird mit Euro bezahlt.

Klima: Auf den Azoren herrscht ein gemässigtes, mildes Klima. Wobei die Temperaturen im Winter auch zeitweise unter 10 Grad fallen können.

Reiseanbieter: Amin Travel in Zürich ist seit über 30 Jahren der Schweizer Azorenspezialist.

Transport: Auf São Miguel ist ein Mietwagen zu empfehlen.

Hoteltipp: das schicke Furnas Boutique Hotel.

Aktuelle Coronasituation: Zahlen & Informationen

Du bist bereits ein Azorenfan? Welche Tipps hättest du für die Community auf Lager?

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

0 Kommentare