Europa-Vergleich: Hier werden Ihre Skiferien besonders günstig
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Europa-VergleichHier werden Ihre Skiferien besonders günstig

Planen Sie Skiferien für diese Saison? In welchen Gebieten es dieses Jahr besonders teuer wird – und wo Sie Geld sparen können.

von
R. Knecht
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Platz 13: In St. Moritz kostet ein Tag mit Skipass, Unterkunft und Ausrüstung pro Person 214 Franken.

Platz 13: In St. Moritz kostet ein Tag mit Skipass, Unterkunft und Ausrüstung pro Person 214 Franken.

Keystone/max Weiss
Platz 12: In Zermatt muss man pro Tag im Schnitt 204 Franken hinlegen.

Platz 12: In Zermatt muss man pro Tag im Schnitt 204 Franken hinlegen.

Keystone/Olivier Maire
Platz 11: Grindelwald ist mit 193 Franken pro Tag das drittteuerste Schweizer Skigebiet.

Platz 11: Grindelwald ist mit 193 Franken pro Tag das drittteuerste Schweizer Skigebiet.

Keystone/Anthony Anex

Zu Beginn der Saison stehen Skifahrer vor der Wahl des Skigebiets. Die Schweiz gilt dabei als vergleichsweise teuer – doch wie schlägt sie sich tatsächlich im europäischen Vergleich? 20 Minuten hat anhand von Daten des deutschen Vergleichsportals Holidu verschiedene Destinationen in Europa einander gegenübergestellt.

Holidu suchte in 94 europäischen Skigebieten nach Ferienhäusern oder -wohnungen für vier Personen und rechnete den durchschnittlichen Preis pro Kopf und Tag während einer Woche in der Hochsaison aus. Ebenfalls inbegriffen ist der mittlere Preis für einen Skipass unter Berücksichtigung von Ermässigungen. Mit eingerechnet im Durchschnittspreis ist zudem die Skiausrüstung, die Ski, Skischuhe und Stöcke umfasst.

Österreichische Destination am teuersten

Ein Blick auf die Top 10 der teuersten europäischen Skidestinationen zeigt: Das österreichische Gebiet Serfaus-Fiss-Ladis liegt an der Spitze. 231 Franken kostet dort ein Tag pro Person im Schnitt. Die Schweizer Destinationen St. Moritz und Zermatt belegen die Plätze zwei und drei. Dieses Jahr zählen insgesamt fünf schweizerische und vier österreichische Regionen zu den kostspieligsten Skigebieten Europas. Auch eine spanische Destination ist mit dabei.

Unter den dreizehn von Holidu berücksichtigten Schweizer Skigebieten gehören Saas Grund, Adelboden, Riederalp und Engelberg zu den günstigsten. Für einen Tag mit allem Drum und Dran bezahlt eine Person dort während der Hochsaison weniger als 150 Franken. In den teuersten Gebieten Grindelwald, Zermatt und St. Moritz kostet der Tag über 190 Franken pro Person.

Deutschland und Frankreich bieten günstigere Alternativen

Wer bereit ist, in ein angrenzendes Land zu reisen, findet in Deutschland und Frankreich besonders erschwingliche Skigebiete. Die Regionen Ochsenkopf, Cauterets, Grosser Arber und Bayerischer Wald kosten im Schnitt knapp über 60 Franken pro Person und Tag.

Wie die Top 10 der günstigsten Skigebiete Europas zeigt, sind auch Regionen in Osteuropa besonders erschwinglich. Insgesamt ist in Europa das Nevis Range Mountain Resort in Schottland am günstigsten. Dort bezahlen Skifahrer nur 45 Franken für Unterkunft, Skipass und Ausrüstung.

Neben- oder Hochsaison?

Etwa die Hälfte der von Holidu berücksichtigten Schweizer Skigebiete sind während der Hochsaison teurer als in der Nebensaison. In St. Moritz und Grindelwald bezahlen Skifahrer in der Hochsaison über 10 Prozent mehr. Im Europa-Vergleich ist dieser Anstieg jedoch eher moderat: In anderen Ländern gibt es saisonale Preisanstiege von teils bis zu 34 Prozent.

In einigen Schweizer Regionen werden die Skiferien sogar günstiger, wenn die Nebensaison endet. In Samnaun kann man im Schnitt 10 Prozent sparen, in Saas-Fee und Zermatt sind es ebenfalls über 5 Prozent.

Warum ist Skifahren in der Schweiz so teuer?

Dass Schweizer Skigebiete zu den kostspieligsten in Europa gehören, begründet Experte Daniel Fuchs, der seine eigene Beratungsfirma für Hotellerie- und Tourismus-Unternehmen führt, mit der teuren Kostenstruktur. Einerseits seien die Löhne sehr hoch, andererseits schlage die Schweizer Bürokratie zu Buche. Es gebe viele Vorschriften, die Nebenkosten verursachten, sagt Fuchs zu 20 Minuten.

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