Alpsteingebiet: Hier will man dich an Ostern nicht haben
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AlpsteingebietHier will man dich an Ostern nicht haben

Das Alpsteingebiet wurde an Ostern und Pfingsten im vergangenen Jahr von Besuchern überrannt. Dieses Jahr rät man Touristen bereits jetzt explizit von Besuchen an Ostern im Alpstein ab. Grund dafür ist auch der Schnee.

von
Tabea Waser
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So sieht es am Seealpsee derzeit aus. 

So sieht es am Seealpsee derzeit aus.

Webcam Gasthaus Forelle
Und so am Kronberg. 

Und so am Kronberg.

Webcam kronberg.ch
Blick auf die Ebenalp. Hier kann man aktuell noch skifahren. 

Blick auf die Ebenalp. Hier kann man aktuell noch skifahren.

ebenalp-roundshot.com

Darum gehts

  • Osten und Pfingsten vergangenes Jahr wurde das Alpsteingebiet überrannt.

  • Mit einem Ansturm rechnet man auch in diesem Jahr.

  • Deshalb wird explizit von einem Besuch abgeraten.

  • Noch liegt im Alpstein ohnehin viel Schnee.

Um die Touristen fernzuhalten, wurde die Zufahrt zum Alpstein am Ostermontag-Nachmittag im vergangenen Jahr gesperrt. Nur wer einen triftigen Grund hatte, durfte passieren. Wandern gehörte nicht dazu. Die Beschränkung galt von 14.30 bis 16.30 Uhr und wurde «wegen des grossen Zustroms von Touristen» verhängt, wie das Innerrhoder Justiz-, Polizei- und Militärdepartement mitteilte. Bereits zuvor bat der Kanton Appenzell Innerrhoden, auf Ausflüge in den Alpstein zu verzichten. Das Gebiet wurde nämlich förmlich überrannt.

Das sorgte bei der Anfahrt und teils auf den Parkplätzen für grosses Chaos. Vor den Abfalleimern stapelten sich die Abfallreste der Wanderer. Auf Corona-Warntafeln wurde dann auch extra auf die Abfallsituation aufmerksam gemacht, nicht immer mit Erfolg. Die Situation war derart belastend, dass sogar Alpstein-Ranger gefordert wurden, die nach dem Rechten schauen sollten.

Alpstein in der Winterzeit

Bei Appenzellerland Tourismus hat man offenbar die Befürchtung, das könnte sich auch in diesem Jahr wiederholen. So heisst es in einem Beitrag, datiert auf Samstag, auf der Website von Appenzellerland Tourismus AI, dass nach wie vor die Weisungen des Bundesrates zu Mindestabstand und Hygiene gelten und man derzeit Wanderungen im Hügel- und Talgebiet empfehle. Und weiter: «Der Alpstein ruht in der Winterzeit. Während der kalten Jahreszeit verlieren Wegweiser und Markierungen für höhere Lagen automatisch ihre Gültigkeit. Auch die Sicherungsseile sind demontiert und die meisten Berggasthäuser sind über den Winter geschlossen.» Zudem bestehe durch den erneuten Schneefall wieder erhebliche Lawinengefahr. Ob der Schnee bis Ostern weg ist, ist unklar.

Der Alpstein

  • Der Alpstein ist eine Untergruppe der Appenzeller Alpen und gehört zu den Schweizer Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen. Der Alpstein ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet ein weiträumiges Panorama. Neben drei Seen und sechs Luftseilbahnen verfügt die Bergkette über das dichteste Wanderwegnetz der Schweiz.

Die Wege können allgemein schneebedeckt, nass, rutschig und gefroren sein. Zudem werde der Parkplatz in Wasserauen nicht unterhalten. Auch gibt es im Gebiet derzeit diverse Wegsperrungen. Am Sonntag wird auf Facebook noch ergänzt: «Warten Sie mit einer Wanderung in den Alpstein und geniessen Sie stattdessen einen Spaziergang in der unmittelbaren Umgebung des eigenen Wohnorts.»

Ansturm befürchtet

Auch bei Appenzellerland Tourismus Ausserrhoden rät man von Wanderungen im Alpstein ab. «Das ist hochalpines Gelände und es liegt noch sehr viel Schnee», sagt Geschäftsführer Andreas Frey gegenüber FM1Today. Die Saison beginne erst im Mai. Deshalb wird das Alpsteingebiet von der Tourismusregion für Ostern bewusst nicht beworben oder empfohlen.

Auch wenn der Saison-Start erst im Mai ist, rechnet Roland Koster, Mediensprecher der Kapo AI, bei schönem Wetter trotzdem mit einem Ansturm im Alpstein an Ostern. «Vielen Leuten ist nicht bewusst, dass dort noch Winter ist», wird er vom Portal zitiert. Vielerorts werde aber mit Tafeln gewarnt, dass man sich in alpines Gelände begebe und damit auch gewisse Gefahren einhergehen. Parkplätze zu beschränken, wie im vergangenen Jahr, sei derzeit nicht geplant.

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