MS Schwan: Hier wird das 17-Tonnen- Wrack geborgen

Aktualisiert

MS SchwanHier wird das 17-Tonnen- Wrack geborgen

Es ist vollbracht: Die MS Schwan ist in einer spektakulären Aktion aus dem Zugersee geborgen worden. Das Motorschiff war am Dienstagabend während eines heftigen Gewitters gesunken.

von
zfo

Spektakulärer Bergungseinsatz am Zugersee: Am Mittwoch wurde die gesunkene MS Schwan in einer aufwändigen Aktion geborgen. Das Motorschiff war am Dienstagabend während des heftigen Unwetters gesunken.

«Das Schiff liegt rund zehn Meter tief auf dem Grund», sagte der Schiffsbetreiber Stefan Hellstern vor der Bergung. Neben einem Pneukran, der eine Last von 300 Tonnen heben kann, waren Feuerwehr und Ölwehr vor Ort. «Die Ölbarriere ist Standard», sagt Stefan Hellstern, der Geschäftsführer der Schiffsagentur, die die MS Schwan betreibt. Neben zwei Dieseltanks habe es auf dem Schiff auch Schmierfett. «Das Schiff hat aber nur eine geringe Menge Öl», sagt Hellstern weiter.

Und so lief die Bergung ab: Polizeitaucher legten unter Wasser Gurte um das Schiff gelegt. «Die Taucher waren unten, um zu schauen, wo man die Gurte des Krans am besten anbringen kann», erklärte Markus Müller von der Feuerwehr Zug. Anschliessend konnte das 17 Tonnen schwere Schiff etwas angehoben und Wasser abgepumpt werden, bevor es vollständig aus dem See gezogen wurde. Leser-Reporter hielt den Moment, in dem das Wrack an Gurten in der Luft baumelte, fest. Neben den Einsatzkräften verfolgten auch zahlreiche Schaulustige das Spektakel.

Kosten und Umweltschaden unklar

Wie hoch die Kosten für die Bergung sind, ist noch unklar, genauso wie die Höhe des entstandenen Schadens am 20 Meter langen Schiff. Auch ist noch nicht bekannt, was der Untergang der MS Schwan im See angerichtet hat: «Umwelttechnisch kann ich noch nicht gross etwas sagen. Man hat bisher noch keine toten Fische gefunden», sagt Bruno Mathis, Abteilungsleiter des Amtes für Umweltschutz des Kantons.

Für Hellstern von der Schiffsagentur ist klar: «Ich möchte mit dem Schwan wieder fahren.» Es habe schon andere Fälle gegeben, in der gesunkene Schiffe wieder an die Wasseroberfläche geholt worden seien. «Ich bin optimistisch.»

Deine Meinung