Aktualisiert 11.08.2009 06:44

St. GallenHigh-Tech-Maske aus St. Gallen für die NHL

Der NHL-Goalie Jonas Hiller aus Urnäsch steht in der nächsten Saison mit einer futuristischen High-Tech-Maske auf dem Eis: Hergestellt wurde das Unikat in der Ostschweiz.

von
Raphael Labhart

Wenn der Schweizer Eishockey-Nationalgoalie Jonas Hiller am 3. Oktober mit seinem Team, den Anaheim Ducks aus Kalifornien, in die neue NHL-Saison startet, wird auch ein Stückchen St. Gallen mit auf dem Eis sein. Die Maske des Urnäscher NHL-Cracks wurde nämlich komplett im St. Galler Institute for Rapid Product Development (Irpd) entwickelt, das sich auf Lasertechnologie spezialisiert hat. «Jonas Hiller kam von sich aus auf uns zu, weil er im Internet von uns gelesen hatte», sagt der Projektverantwortliche Stefan Buob vom Irpd. Natürlich fühle man sich geehrt, mit einem solchen Ausnahmesportler zu arbeiten.

Buob war begeistert von der offenen Art des Eishockeystars: «Er fragte mich direkt, was man an seiner alten Maske verbessern könnte», so der Maschinentechniker. Den Helm habe man schliesslich mittels Computertomografie ergonomisch seinem Kopf angepasst und das Gesichtsfeld der Maske maximal erweitert. Danach wurde das Teil in 20 Stunden mit einem speziellen 3D-Drucker hergestellt. Für den High-Tech-Kopfschutz muss der NHL-Keeper tief in die Tasche greifen: Das Know-how der Irpd-Techniker kostet ihn rund 5 800 Franken.

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