Aktualisiert 13.06.2014 11:54

Hilfe für WM-SchirisHightech-Kameras und ein Spray am Hosenbund

Die Schiedsrichter machen in Brasilien von zwei neuen Hilfsmitteln Gebrauch: der Torlinien-Technologie Goal Control und einem Spray, der Freistoss-Schützen das Leben leichter macht.

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Die Frage, ob Tor oder nicht Tor, wird an der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 die Fans nicht auf Trab halten. Denn die Endrunde in Brasilien geht als erste WM in die Geschichtsbücher ein, die von einer Torlinien-Technologie Gebrauch macht. Zeuge davon wurden die TV-Zuschauer bereits beim Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien. Nicht, dass sie beim Eigentor Marcelos vonnöten gewesen wäre, aber die Verantwortlichen wollten beim ersten WM-Tor wohl sichergehen, dass alles funktioniert.

Sieben High-Tech-Kameras, die bis zu 500 Bilder pro Sekunde aufnehmen (siehe Infografik oben), überwachen jeweils ein Tor. Sobald der Ball die Linie überquert, kriegt der Schiedsrichter ein Signal auf seine Uhr übertragen. Während die englische Premier League seit vergangenem Sommer auf das System Hawk Eye setzt, entschied sich die Fifa für Goal Control. Dieses wurde im Sommer 2013 erfolgreich beim Confederations Cup in Brasilien getestet und vom Weltverband auserkoren.

Ronaldo und Shaqiri dürfen sich freuen

Die WM-Schiedsrichter machen zudem von einer weiteren Neuerung Gebrauch: Bei der Endrunde in Brasilien kommt erstmals ein Spray zum Einsatz, mit dem die Unparteiischen die Abstände bei Freistössen markieren können. Wenn der ausführende Spieler den Ball auf dem Rasen platziert, wird vom Unparteiischen um diesen einen Kreis gesprayt und danach die vom Regelwerk geforderten 9, 15 Meter ermittelt. So kann sichergestellt werden, dass die in der Mauer stehenden Spieler den Abstand bis zur Ballabgabe einhalten.

In Brasilien und Argentinien ist der Spray mit dem Namen 915 Fair Play Limit bereits seit Jahren im Einsatz. International wurde er erstmals bei der U20-WM 2013 angewandt. Laut Statistsiken des brasilianischen Fussballverbands ist seit der Einführung die Anzahl Freistoss-Tore gestiegen. Das wird Spezialisten wie Cristiano Ronaldo oder hoffentlich auch Xherdan Shaqiri freuen.

Damit bis zum Ende der Partie nicht der ganze Platz weiss ist, verschwindet die Markierung jeweils nach 45 bis 120 Sekunden. Den Spray tragen die Schiedsrichter bei sich. Die Anwendung funktioniert wie beim Rasierschaum: kräftig schütteln und dann drücken.

Die Premiere von Goal Control an der WM 2014 (Video: Youtube)

Der Freistoss-Spray im Einsatz (Video: Youtube)

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