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LuftunfallHightech-Waffe zerfiel neben Schweizer F/A-18

Bei einem Luft-Luft-Lenkwaffenschiessen über der Nordsee hat sich eine Sidewinder-Rakete unmittelbar nach dem Abschuss von einer F/A-18 Hornet zerlegt.

Die Teile der Infrarot-Lenkwaffe fielen ins Meer, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag in Bern bekannt gab. Der Zwischenfall hatte sich gemäss Mitteilung bereits am vergangenen Dienstag ereignet.

Maschinen überstanden Unglück unbeschadet

Die an der Übung beteiligten Maschinen und Piloten kehrten sicher und unbeschadet auf den deutschen Fliegerhorst Wittmund in Niedersachsen zurück. Die Trainingskampagne der Schweizer Luftwaffe wird vorerst ohne Lenkwaffenschiessen weitergeführt, wie das VBS weiter mitteilte.

Vorfall wird untersucht

Der Zwischenfall mit der Sidewinder-Rakete vom Typ AIM-9P wird nun von einem Expertenteam untersucht. Bisher habe es in der Schweiz noch nie einen solchen Vorfall gegeben, sagte der Kommunikationschef des VBS-Beschaffungs- und -Technologiezentrums armasuisse, Kaj-Gunnar Sievert, auf Anfrage.

Lange Tradition mit dieser Waffe

Die AIM-9P waren im Rahmen der Mirage- und Tiger-Beschaffungen gekauft und seither regelmässig modernisiert worden; seit Ende 2007 erhielt die Luftwaffe, wie berichtet, neue Sidewinder-Lenkwaffen vom Typ AIM-9X. Die Schweizer Luftwaffe ist seit dem 20. Juli und noch bis am 28. August zu Trainingszwecken in Deutschland. Geübt werden über der Nordsee im Rahmen bilateraler Abkommen der Luftkampf sowie das Schiessen mit Sidewinder-Luft-Luft-Lenkwaffen. Im Einsatz sind rund 50 Piloten und ungefähr 100 Personen des Bodenpersonals mit acht F/A-18-Kampfjets. (dapd)

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