Griechenland vor der Pleite: Hilfe für Athen ist «rausgeworfenes Geld»
Aktualisiert

Griechenland vor der PleiteHilfe für Athen ist «rausgeworfenes Geld»

Der bekannte Ökonom Hans-Werner Sinn befürchtet, dass Geldhilfen an Griechenland nur den Banken dienen, die griechische Staatsanleihen halten.

Seit Februar 1999 ist Hans-Werner Sinn Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München. Seine Dissertation mit dem Titel «Ökonomische Entscheidungen bei Ungewissheit» (1980) wurde auch international publiziert. 2009 schrieb er ein Buch über die Finanzkrise unter dem Titel «Kasino-Kapitalismus».

Seit Februar 1999 ist Hans-Werner Sinn Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München. Seine Dissertation mit dem Titel «Ökonomische Entscheidungen bei Ungewissheit» (1980) wurde auch international publiziert. 2009 schrieb er ein Buch über die Finanzkrise unter dem Titel «Kasino-Kapitalismus».

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hält weitere europäische Milliardenhilfen für Griechenland für Geldverschwendung. «Die Steuerzahler sollten sich das nicht länger gefallen lassen», sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts am Dienstag im ZDF-«Mittagsmagazin». Nutzniesser der Rettungspakete seien vor allem die Banken, die griechische Staatsanleihen hielten und weitere Abschreibungen befürchteten. Aber «Griechenland ist pleite. Das ist offenbar ein Fass ohne Boden», sagte Sinn.

Wenn jetzt auch die EU und der Internationale Währungsfonds keine Grundlage für weitere Hilfen mehr sehen sollten, werde das Land wohl aus der Eurozone «in letzter Sekunde austreten, um sich der Last der Rückzahlung der Staatsschulden zu entziehen». Das wäre auch der richtige Schritt, denn dann könnte es die Drachme abwerten und seine Wirtschaft wettbewerbsfähig machen. «Alles andere ist rausgeworfenes Geld», sagte Sinn.

(dapd)

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