Schattdorf UR: Hilfskoch erstach Wirt – 12 Jahre Gefängnis
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Schattdorf URHilfskoch erstach Wirt – 12 Jahre Gefängnis

Ein Aushilfskoch hatte 2013 einen Wirt mit Messerstichen getötet. Das Bundesgericht bestätigte nun seine Verurteilung.

von
hvw
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Hier wurde 2013 ein Mann erstochen aufgefunden: Die Wirtschaft Mühle in Schattdorf UR.

Hier wurde 2013 ein Mann erstochen aufgefunden: Die Wirtschaft Mühle in Schattdorf UR.

Markus Heinzer, newspictures
Beim Opfer handelt es sich um Franz B., den Wirt des Restaurants.

Beim Opfer handelt es sich um Franz B., den Wirt des Restaurants.

Markus Heinzer, newspictures
Der Täter war ein Aushilfskoch, der in der Mühle arbeitete.

Der Täter war ein Aushilfskoch, der in der Mühle arbeitete.

Markus Heinzer, newspictures

Der Mann, der im März 2013 den Wirt des Restaurants Mühle in Schattdorf UR mit einem Messer tötete, muss definitiv ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat die Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung und Diebstahls bestätigt.

Die Staatsanwaltschaft Uri beantragte eine Verurteilung wegen Mordes. Ausserdem forderte die Staatsanwaltschaft in ihrer Beschwerde, der Täter sei zudem wegen qualifizierten Raubes und somit zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren zu verurteilen.

Das Bundesgericht ist in einem am Freitag publizierten Entscheid jedoch den Argumenten des Urner Obergerichts gefolgt. Es hält fest, dass gewisse Indizien durchaus für eine Raubmordtheorie sprechen würden. Diese einzelnen Indizien allein zeichneten aber kein schlüssiges Gesamtbild. Weitere Punkte würden ebenso für einen anderen Tathergang sprechen.

Opfer gekannt

Der Täter kannte sein Opfer und hatte bei diesem auch schon als Aushilfskoch gearbeitet. In der Tatnacht war er im Restaurant. Er verliess das Lokal nach Mitternacht als letzter Gast. Draussen holte er ein Messer aus dem Helmfach seines Rollers.

Damit begab sich der Mann auf den Friedhof, wo er das Grab seines Vaters besuchte. Erst danach kehrte er ins Restaurant zurück, wo er den Wirt mit zahlreichen Messerstichen tötete. Bevor er die Gaststube verliess, nahm er eine Einkaufstasche an sich, in der sich fast 9000 Franken befanden.

Das Landgericht Uri verurteilte den Mann im September 2015 wegen Mordes und Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Das Obergericht hiess die Berufung des Täters teilweise gut. Es sprach ihn der vorsätzlichen Tötung und des Diebstahls schuldig und senkte die Strafe auf zwölf Jahre. (hvw/sda)

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