Schweizer Firma: Hilft dieses Potenz-Mittel gegen Corona?

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Schweizer FirmaHilft dieses Potenz-Mittel gegen Corona?

Eine Schweizer Biotech-Firma hat in den USA das beschleunigte Zulassungsverfahren für einen Wirkstoff gegen Atemversagen erhalten. Bis anhin hatte die Firma mit dem Wirkstoff ein Medikament gegen Erektionsstörungen hergestellt.

von
Reto Heimann
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Die Schweizer Biotech-Firma «Relief Therapeutics» hat das erweiterte Zulassungsverfahren zur Entwicklung eines Medikaments gegen Atemversagen erhalten.

Die Schweizer Biotech-Firma «Relief Therapeutics» hat das erweiterte Zulassungsverfahren zur Entwicklung eines Medikaments gegen Atemversagen erhalten.

Relief Therapeutics
Der Wirkstoff Aviptadil soll verhindern, dass schwer am Corona-Virus Erkrankte an die Beatmungsgeräte angeschlossen werden müssen.

Der Wirkstoff Aviptadil soll verhindern, dass schwer am Corona-Virus Erkrankte an die Beatmungsgeräte angeschlossen werden müssen.

KEYSTONE
Bis jetzt wurde Aviptadil vor allem als Wirkstoff gegen Erektionsstörungen eingesetzt. (Symbolbild)

Bis jetzt wurde Aviptadil vor allem als Wirkstoff gegen Erektionsstörungen eingesetzt. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Eine Genfer Biotechfirma hat die Zulassung für die Entwicklung eines Medikaments erhalten, das schwer am Corona-Virus Erkankten helfen soll.
  • Bis jetzt hatte die Firma Medikamente gegen Errektionsstörungen hergestellt. Derselbe Wirkstoff soll nun auch gegen das Corona-Virus helfen.
  • Der Aktienkurs des Unternehmens explodierte kurzzeitig um über das 20-fache.

Die Schweizer Firma «Relief Therapeutics» mit Sitz in Genf stellt eigentlich ein Mittel her, das gegen erektile Dysfunktion hilft. Offenbar soll der Hauptwirkstoff dieses Mittels auch das Potential besitzen, schwer am Corona-Virus Erkrankte zu behandeln. Es verhindert, dass Infizierte an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden müssen – oder sorgt dafür, dass innert wenigen Tagen nicht mehr auf sie angewiesen sind. Das schreibt Relief Therapeutics in einer Medienmitteilung.

«Wir sind zuversichtlich, dass die Behandlung mit Avitptadil nicht nur Personen helfen wird, die Beatmungsgeräte brauchen. Auch Personen, die sich in einem früheren Stadium des Krankheitsverlaufs befinden, könnten davon profitieren», sagt Jonathan Javitt, CEO von «NeuroRX», einer US-Firma, die eng mit «Relief Therapeutics» zusammenarbeitet.

Explosion des Aktienkurses

Die klinischen Tests beginnen erst im September. Bereits jetzt aber hat «Relief Therapeutics» das beschleunigte erweiterte Zulassungsverfahren für Avitpadil in den USA erhalten. Die Hoffnung: Der Wirkstoff Aviptadil, der den Blutfluss durch den Penis fördert, könnte auch zu einer Verbesserung des Blutsauerstoffs bei Corona-Infizierten führen, deren Lunge stark angegriffen ist. Des weiteren erhoffen sich die Mediziner, dass Aviptadil dazu führt, dass die Lungen wieder Sauerstoff durch den Körper pumpen.

Seit bekannt wurde, dass «Relief Therapeutics» die Zulassung in den USA erhalten hat, ist der Aktienkurs explodiert. Der Stückpreis einer Aktie stieg Anfang August um über das 20-fache an. Mittlerweile hat er sich auf dem 15-fachen des vormaligen Preises eingependelt. Der Verwaltungsratspräsident Raghuram Selvaraju ist überzeugt: «Unser Wirkstoff könnte Hunderte Millionen Dollar einbringen.»

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